FRIEDLICHER PROTEST MUSS GEHÖR FINDEN!

Der Leipziger Anwalt Ralf Ludwig geht den juristischen Weg und fordert die Gerichte auf, die teilweise Aufhebung des Versammlungsrechtes wieder rückgängig zu machen.

Ein Kommentar von Christiane Borowy.

Ich sage es gleich vorneweg: Ich habe im Grunde keine Lust, ständig über Corona zu schreiben. Das Problem ist jedoch, dass das mit jedem Tag notwendiger wird, an dem rechtlich eingeschriebene Ansprüche der Bürger zumindest teilweise zunichte gemacht werden und gleichzeitig der Protest dagegen so stark einschränkt wird.

Wer zur Zeit eine Veranstaltung organisieren will, hat grundsätzlich das Problem, dass die Teilnehmerzahl stark eingeschränkt wird und es darüber hinaus weitere strenge Auflagen gibt. Diese werden mit dem Schutz der Bevölkerung vor der Pandemie legitimiert. Allerdings wird damit auch das Recht auf Versammlung stark ausgehöhlt. Wenn nämlich auf einer Demonstration nur die Teilnahme einer ganz geringen Anzahl von Menschen erlaubt ist, dann kann der übliche Ausdruck für Kritik an der Regierung – eine Massendemonstration – gar nicht erst stattfinden. Dies wurde auch den Demonstrationen in Stuttgart zum Verhängnis, die durch immer neue Auflagen immer stärker in ihrer Teilnehmerzahl beschränkt wurden.

Allen Widrigkeiten zum Trotz finden aber dennoch in vielen Städten Deutschlands Proteste gegen die Corona-Maßnahmen statt. Heute am 30.05.2020 findet in der Bundeshauptstadt neben den Demonstrationen und Meditationen gegen die mit der Corona-Pandemie gerechtfertigten Einschränkungen des Grundgesetzes auch eine Versammlung zum Protest gegen die US-Airbase Ramstein statt – dies ist eine Relais-Station für Drohnenkriege des US Militärs.

Die Forderung von Anwalt Ralf Ludwig, die teilweise Aufhebung des Versammlungsrechtes wieder rückgängig zu machen, ist für Demonstranten und Veranstalter von Massendemonstrationen absolut relevant. Ludwig vertritt die Veranstalter der genannten Demonstrationen in Berlin und Stuttgart und fordert die Verwaltungs- und Verfassungsgerichte auf, das teilweise Verbot des Versammlungsrechts durch pauschale Begrenzung der Teilnehmerzahl aufzuheben und damit „Jahrzehnte alte Grundlagen des effektiven Rechtsschutzes und die besondere Bedeutung des Versammlungsrechts in der Corona-Krise wiederherzustellen“, wie es in seiner Pressemitteilung vor wenigen Tagen heißt.

Der Rechtsanwalt unterstützt die Initiative „Kündigt Ramstein Airbase“ in Berlin und die Initiative „Querdenken 711“ in Stuttgart. Beide Initiativen möchten in Rahmen von Großdemonstrationen auf ihre Anliegen aufmerksam machen. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf die erheblichen Beschränkungen der Grundrechte im Rahmen der Corona-Verordnungen der Bundesländer gelegt. Die Berliner Initiative „Kündigt Ramstein Airbase“ in Berlin hat beschlossen, trotz der Beschränkungen ihre Veranstaltung am 30.05.2020 durchzuziehen. Wir werden sehen, ob für die Politik trotz der Beschränkungen sichtbar werden kann, dass es eine große Anzahl von Menschen gibt, die mit den Entscheidungen der Regierung nicht einverstanden sind.

Denn es geht um Rechte des Bürgers, der einen Anspruch auf „möglichst wirksame gerichtliche Kontrolle“ hat. Ludwig setzt seinen juristischen Angriff gegen die aktuelle Corona-Rechtsprechung an zwei Punkten an.

Erster juristischer Angriffspunkt: Durch die bisherigen Gerichtsentscheide wurde der effektive Rechtsschutz im Rahmen der Corona-Verordnungen eingestellt. Die Einschränkung der Teilnehmerzahlen bei Demonstrationen ist zwar prinzipiell juristisch machbar, doch muss eine unmittelbare Gefährdung von Personen vorliegen und es muss gesichert sein, dass sich diese angenommene Gefährdung auch tatsächlich realisiert. In ihrer Argumentation für die Beschränkungen beziehen sich die Gerichte auf das Robert-Koch-Institut und gehen von einer Gefährdungslage durch eine Ansteckungsgefahr mit dem Sars-CoV-2-Virus aus, die diese Maßnahmen rechtfertigt. In der Pressemitteilung von Ludwig heißt es dazu aber:

„Das Robert-Koch-Institut halte sich nicht an seine eigenen Parameter zur Risikobewertung und verbreite weiterhin die Ansicht, dass trotz erheblich gesunkener und weiterhin sinkender Fallzahlen, einer geringen Belastung der medizinischen Kapazitäten und weitgehend milder Krankheitsverläufe, eine hohe Gefahr für die Allgemeinbevölkerung bestehe. Dieser Auffassung des Robert-Koch-Instituts tritt bereits seit Ende April das Europäische Zentrum für Prävention und Kontrolle (ECDC) entgegen. Laut Auskunft des ECDC bestehe für die Allgemeinbevölkerung in Gebieten mit niedriger Verbreitung (weniger als 100 Fälle je 100.000 Einwohner) nur noch eine geringe Gefährdungslage für die Allgemeinbevölkerung und eine moderate Gefährdungslage für Risikogruppen.“

Sowohl die Verwaltungs- als auch die Verfassungsgerichte würden diese Tatsachen aber nicht zur Kenntnis nehmen, kritisiert Ludwig. Damit stehe man vor der äußerst problematischen Situation, dass das Versammlungsrecht „in seinem Kern“ nicht mehr vorhanden sei.

In einem Wort: Es ist überhaupt nicht klar, was sich verändern müsste, damit sich die Einschätzung der Gefährdungslage von hoch auf mittel oder niedrig verändert und das Versammlungsrecht wieder ohne Einschränkung in Kraft tritt. Dreimal niedrig in Bezug auf die Parameter Fallzahlen, Schwere der Erkrankung und Medizinische Kapazitäten ergibt beim Robert-Koch-Institut die Einschätzung hoch? Das ist zum einen nicht nachvollziehbar und außerdem problematisch, wenn es zur Einschränkung substantieller Grundrechte führt, und das bringt uns gleich zum nächsten Aspekt.

Der zweite juristische Angriffspunkt von Ludwig ist der, dass durch die Beschränkung der Teilnehmerzahlen ein neuartiger und schwerwiegender Eingriff in den Kernbereich des Versammlungsrechtes vorgenommen wird. Dies könnte zur Folge haben, dass das so genannte Widerstandsrecht in Kraft tritt, wenn es nicht möglich ist, dass die Gerichte dafür sorgen, dass ein substantielles Grundrecht wie das des Versammlungsrechtes gewahrt bleibt.

Was ist im Widerstandsrecht geregelt? Wenn alle rechtsstaatlichen Mittel der Kontrolle staatlichen Handelns nicht mehr greifen, wäre es dem Bürger erlaubt, zu Mitteln des Rechtsbruchs und der Gewaltsamkeit zu greifen, beispielsweise indem man sich gegen Polizisten wehrt, die Demonstranten abführen wollen. Genauere Informationen zum Widerstands-Artikel gibt es auch auf der Seite des Bundestages. Ein Eintreten des Widerstandsrechts wäre allerdings der absolute Ausnahme- und Notfall und es wäre gut, die Gerichte ließen es erst gar nicht dazu kommen.

In einem persönlichen Gespräch habe ich Ralf Ludwig gefragt, ob ein Inkrafttreten des Widerstandsrechts automatisch Bürgerkrieg bedeuten würde. Diese Frage beantwortet Ludwig mit einem deutlichen Nein. Das Widerstandsrecht sei ein „konservierendes Recht“, bei dem es darum geht, dass die Bürger die verfassungsgemäße Ordnung wiederherstellen. Ludwig betont, es sei kein Bürgerkrieg zum Sturz eines unliebsamen Systems.

Diese Differenzierung ist für alle die interessant, denen es wichtig ist, sich bei aller Kritik auf rechtsstaatlichem Boden zu bewegen. Es ist absolut relevant für die derzeitigen friedlichen Demonstrationen. Es ist aber eher nicht interessant für diejenigen die Gewalt wollen. Diese kritisieren dann gerade die Initiativen, die sich für den Rechtsstaat und für die Demokratie einsetzen als demokratiefeindlich.

Wenn die Gerichte aber keinen Weg zeigen, in die verfassungsgemäße Grundordnung zurückzukommen, dann laufen sie selber Gefahr, eine Anwendung des Widerstandsrechts zu provozieren. Ludwig will mit dem Verfahren sensibilisieren und die Debatte anregen, bevor es so weit kommt. Denn es ist nicht vorgegeben, was passiert, wenn das Widerstandsrecht Anwendung findet. Wenn im Rahmen der geltenden Ordnung kein grundrechtskonformes Ergebnis erzielt werden kann, sollten sich Juristen also Gedanken machen und sich im Sinne eines die Rechtsstaatlichkeit bewahrenden Diskurses äußern, so Ludwig im Gespräch: „Ich hoffe, dass ich anderen Juristen eine Sprache gebe, auch etwas dazu zu sagen“.

Was macht man, wenn man gegen die, die das Demonstrieren verbieten, nicht demonstrieren kann? Die Kraft und Intensität der Kritik kann nicht mehr nach Außen gebracht werden, was ist dann zu tun? Will man das Verfassungsgericht absetzen, oder gibt es nicht doch andere Möglichkeiten? Dies sind Fragen, mit denen viele Juristen sich auseinandersetzen könnten – und das ist, was Ludwig im Grunde anregt: Eine juristische und politisch-gesellschaftlich geführte echte Debatte um den Erhalt von Freiheit und Grundrechten.

Dass diese Debatte Erfolg bringen kann, zumindest teilweise, zeigt die Tatsache, dass der Verfassungsgerichtshof Berlin laut Gerichts- und Senats-Pressemitteilung (4), (5) vom 28.05.2020 dem Eilantrag zur vorläufigen Außerkraftsetzung verschiedener Regelungen der bis zum 5.Juni 2020 geltenden Berliner Verordnung über erforderliche Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung von Sars-CoV-2 in Teilen stattgegeben hat. Das bedeutet konkret, dass unter Einhaltung der Hygiene-Regeln beliebige Versammlungen wieder möglich sind. Dem Gesamtantrag wurde nicht stattgegeben, das bedeutet also, dass die Debatte weitergehen sollte.

Es bedeutet außerdem konkret für die heutige (30.05.2020) Veranstaltung „Kündigt Airbase Ramstein“, dass beliebig viele Teilnehmer kommen dürfen, wenn sie sich an die Hygiene-Regeln halten.

Quellen:

  1. https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2013/47878421_kw50_grundgesetz_20-214054
  2. https://www.bundesverfassungsgericht.de/DE/Verfahren/Wichtige-Verfahrensarten/Einstweiliger-Rechtsschutz/einstweiliger-rechtschutz_node.html
  3. https://www.kuendigtramsteinairbase.de/index-mobil.php?S=News_Detail&lang=DE&D=rVDoaS3JyF9hZDLt
  4. https://www.berlin.de/gerichte/sonstige-gerichte/verfassungsgerichtshof/pressemitteilungen/2020/pressemitteilung.937789.php
  5. https://youtu.be/E1vc0b8s0YY

Der Spiegel zeigt ein „schönes“ Beispiel dafür, wie Medien nicht informieren, sondern desinformieren

Wie die Medien ihre Leser desinformieren zeigt sich, wenn man einen heutigen Spiegel-Artikel mit Spiegel-Artikeln von vor wenigen Tagen vergleicht.

Professor Mausfeld sagt immer, dass wichtige Instrumente der Medien zur Desinformation das „Dekontextualieren“ und das „Fragmentieren“ sind. Das muss ich wahrscheinlich erklären. 

„Dekontextualieren“ bedeutet, etwas aus dem Zusammenhang zu reißen, damit die Leser oder Zuschauer den Kontext, also die Zusammenhänge, nicht verstehen können. „Fragmentieren“ bedeutet etwas ähnliches, nämlich Meldungen auf verschiedene Artikel und Beiträge zu verteilen, damit der Leser nicht versteht, wie (und welche) Dinge zusammenhängen. Es geht also immer darum, die Zusammenhänge vor dem Leser zu verstecken. 

Erinnern Sie sich noch an den Skandal um Stefan Kohn? Das war der Mann aus dem Bundesinnenministerium, der seinen Posten verloren hat, weil er eine Denkschrift zu den Corona-Maßnahmen der Regierung geschrieben hat und darin die Maßnahmen der Regierung deutlich kritisiert hat. Die Details finden Sie hier und hier

Über das, was Herr Kohn konkret kritisiert hat, haben die Medien gar nicht berichtet. Daher zur Erinnerung einer der für ihn wichtigsten Punkte: Er hat kritisiert, dass aufgrund der Corona-Maßnahmen wichtige geplante Operationen, Vorsorge- und Nachsorgeuntersuchungen verschoben worden sind, was gerade bei Krebspatienten lebensgefährlich sein kann. Das hat er sich nicht etwa ausgedacht, das haben danach neun Professoren und ein Dr. med., die ihn bei seiner Denkschrift beraten haben, in einem offenen Brief bestätigt. 

Kohns Forderung war, nicht zuzulassen, dass die Corona-Maßnahmen am Ende zu mehr Toten führen, als das Coronavirus, weil notwendige Behandlungen aufgeschoben werden. 

Nur berichtet haben die Medien darüber nicht, sie haben auf Herrn Kohn eingedroschen und das Bundesinnenministerium hat ihn seines Postens enthoben. Man hätte ja dagegen argumentieren können, hätte darlegen können, warum die Sorgen von Kohn unberechtigt sind. Aber das ist nicht geschehen, die Leser der „Qualitätsmedien“ haben von seinen Argumenten gar nichts erfahren. 

Heute hat der Spiegel einen Artikel unter der Überschrift „Krebskrank in der Coronakrise – „Wissen Sie nicht, dass wir eine Pandemie haben?““ veröffentlicht, in dem er ausführlich das Schicksal von zwei betroffenen Krebspatienten geschildert hat, denen genau das passiert ist, wovor Kohn gewarnt hat: Ihre Behandlungen wurden monatelang verzögert, Begründung: Die Corona-Pandemie. 

Die Aufgabe eines Journalisten wäre es nun, nicht nur die tragischen Schicksale der Betroffenen zu schildern, sondern dem Leser die Zusammenhänge zu zeigen. Man hätte fragen können, ob Kohn vielleicht mit seinen Warnungen und Befürchtungen recht hatte. Man hätte versuchen können, von Kliniken Statistiken und Angaben über Anzahl und Art der verschobenen Krebsbehandlungen zu bekommen. Und man hätte dann Experten danach fragen können, wie gefährlich es ist, dringend notwendige Krebsoperationen und -behandlungen einfach um Wochen oder Monate zu verschieben. 

Das wäre Journalismus gewesen. 

Aber der Spiegel geht stattdessen nach dem von Professor Mausfeld beschriebenen Muster von Dekontextualieren und Fragmentieren vor, indem er solche Zusammenhänge verschweigt und auch reichlich Zeit zwischen den Berichten über Kohn und der Veröffentlichung dieses Artikel verstreichen lässt. Und natürlich hat der Spiegel daher auch keinerlei kritische Fragen an die Bundesregierung wegen der Corona-Maßnahmen.

DAS VERKANNTE HEILMITTEL: VITAMIN C

Vitamin C in Hochdosis unterstützt das Immunsystem. Obwohl es in der Vergangenheit mehr und mehr in die alternative Ecke rückte, steht es gerade jetzt wieder im Mittelpunkt des Interesses. Mehr als 24.000 wissenschaftliche Studien und Arbeiten belegen die Wirkungen der Vitamin-C-Hochdosis-Therapie. Warum also impfen, wenn ein so wunderbar einfaches Heilmittel existiert?

INHALTSVERZEICHNIS 

Auf einen Blick

  1. Ob Dr. Frederick Robert Klenner oder der zweifache Nobelpreisträger Linus Pauling – es gab viele brillante Wissenschaftler und Ärzte, die sich mit den Wirkungen von Vitamin C beschäftigten, mit sensationellen Ergebnissen. Trotzdem rückte die Bedeutung von Vitamin C seit den 1970er-Jahren mehr und mehr in die alternative Ecke. 
  2. Vitamin C ist eine der wichtigsten Behandlungsmaßnahmen bei Infektionen aller Art. Bei fachgerechter Gabe, also in Form der Vitamin-C-Hochdosis-Therapie (IVC) tötet es jegliche Viren. Darüber hinaus hat esd auch in der begleitenden Krebstherapie einen festen Platz. 
  3. Chinas Ärzte empfehlen offiziell, das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 mit großen Dosen von intravenösem Vitamin C zu behandeln. Aber obwohl es eine überwältigende Menge an Beweisen für die Wirksamkeit von hochdosierten IVC-Therapien gibt, negieren die amerikanische Medikamentenaufsicht FDA, die amerikanische Gesundheitsbehörde CDC und viele angesehene Mitglieder der medizinischen Fachwelt die Wirksamkeit. 

Die Entdeckung der Wirksamkeit von Vitamin C

Nachdem amerikanische Soldaten aus dem Krieg in Europa zurückgekehrt waren, kam es in den 1940er-Jahren im US-Bundesstaat North Carolina zu einer Pneumonie-Epidemie. Dem Arzt eines kleinen Städtchens gelang es dabei, 42 Fälle viraler Lungenentzündung mit einem anti-infektiösen Protokoll von intravenös gegebenem Vitamin C zu kurieren.1

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Der Vater der Vitamin-C-Forschung: Dr. Frederick Robert Klenner Md (1907 – 1984)

Zur selben Zeit heilte der Arzt mit einer ähnlichen Methode 60 Fälle viraler Kinderlähmung. Alle Patienten waren innerhalb von 72 Stunden klinisch genesen.2 Diese scheinbar unglaublichen Dinge trugen sich zu einer Zeit zu, als es noch keinen Impfstoff gegen Kinderlähmung gab. Der Arzt, von dem hier die Rede ist, war Frederick Robert Klenner aus Reidsville, North Carolina.

Klenner kurierte damals mit einem ähnlichen Behandlungsansatz eine ganze Reihe von Krankheiten, darunter Herpes Zoster, Herpes simplex, Windpocken, Grippe, virale Enzephalitis, Masern und Mumps. Im Zuge seiner Arbeit fand Klenner heraus, dass Vitamin C nicht nur antiviral wirkt, sondern auch antibakteriell, antifungal und antitoxin. 

»Je höher die Dosis, desto wirksamer die Therapie.«

Er stellte fest, dass grundsätzlich galt: Je höher die Dosis, desto wirksamer die Therapie, was dazu führte, dass die Dauer der anti-infektiösen Vitamin-C-Behandlung verkürzt wurde. In seinen Veröffentlichungen schreibt Klenner: Um ausreichend hohe Blutspiegel von Vitamin C zu erreichen, sei die intravenöse Verabreichung unerlässlich.

Vitamin C wirkt zytotoxisch auf Krebszellen

Schon bevor Klenner begann, in Reidsville zu praktizieren, war bekannt, dass Vitamin C ab einer bestimmten Konzentration zytotoxisch auf Krebszellen wirkte. Mehrere Jahrzehnte später griffen Linus Pauling und Ewan Cameron Klenners intravenöse Therapie für die Behandlung einer kleinen Gruppe von Krebspatienten auf. Sie stellten dabei fest, dass dies die Überlebenszeit der Patienten verlängerte.3,4 Die hohe Vitamin-C-Konzentration, die sie mit ihrem intravenösen Protokoll erreicht hatten, wirkte offenkundig zytotoxisch auf Krebszellen – verschonte dabei aber andere Zellarten. 

Oral oder intravenös: Dieser entscheidende Unterschied führt zur Irreführung der medizinischen Fachwelt

Die Mayo Clinic führte daraufhin eine deutlich größere und besser strukturierte Studie durch, bei der sie angeblich mit denselben Vitamin-C-Dosen wie bei Cameron und Pauling arbeitete, konnte dabei aber keine Wirksamkeit belegen. Es gab jedoch einen entscheidenden Unterschied: Bei der Studie für die Mayo Clinic wurde die Dosis oral verabreicht. 

Ein Bild, das Text, Foto, sitzend, Mann enthält.

Automatisch generierte BeschreibungAb den 1970er Jahren propagierte der zweifache Nobelpreisträger Linus Pauling die orale Einnahme hoher Dosen von Vitamin C 

Pauling kritisierte die Studie und verwies daraufhin, dass eine intravenöse Gabe erforderlich sei. Die Mayo Clinic verweigerte Cameron und Pauling Einsicht in die Daten. Einige Jahre später führte die Mayo Clinic ein weiteres Experiment durch, gelangte aber zu demselben negativen Ergebnis. Daraufhin schrieben weite Teile der medizinischen Fachwelt Vitamin C als Therapieansatz bei der Krebsbehandlung ab.

Mehrere Jahrzehnte gingen ins Land, dann kam wieder Bewegung in die Angelegenheit, als andere Wissenschaftler »realisierten«, dass Cameron und Pauling bei ihrem Versuch Vitamin C intravenös verabreicht hatten, die Mayo Clinic zwar ebenfalls 10 Gramm pro Tag gegeben hatte, aber im Gegensatz dazu eben oral – was Pauling schon zum damaligen Zeitpunkt moniert hatte.3,4,5

Wissenschaftler aus dem Umfeld der National Institutes of Health (NIH) machten sich daran zu untersuchen, wie unterschiedlich der menschliche Körper darauf reagiert, wenn er Vitamin C oral oder intravenös erhält – die Rede ist von der »Pharmakokinetik« von Vitamin C. (Anmerkung d Red.: Pharmakokinetik beschreibt und untersucht die Gesamtheit aller Prozesse, denen ein Arzneistoff im Körper unterliegt, also Aufnahme, Verarbeitung, Verteilung und Abbau im Körper.) Diese Gruppe, zu der auch Mark Levine und Sebastian Padayatty zählen, hat wiederholt nachgewiesen, dass Vitamin C intravenös oder intramuskulär gegeben werden muss, damit die Blutkonzentration einen Wert erreicht, der für Krebszellen zytotoxisch wirkt – ganz so, wie Klenner es bereits in den 1940er-Jahren erklärt hatte.6,7

Neue Studien entschlüsseln die chemischen Prozesse in der Zelle

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Aktuellere Studien zum Verhalten von Vitamin C im Körper (der Pharmakokinetik) haben viele Erkenntnisse gebracht. Die NIH-Gruppe hat viele der Ergebnisse bestätigt, die Klenner mit seinen bahnbrechenden Vitamin-C-Behandlungen erzielt hatte. Sie hat zudem bestätigt, dass die Wirksamkeit von Vitamin C bei der Krebsbehandlung mit der Erzeugung von Wasserstoffperoxid zusammenhängt, ganz so, wie ursprünglich von Linus Pauling festgestellt.8,9,10 Der vielleicht wichtigste Aspekt ist der, dass Untersuchungen zur Pharmakokinetik von Vitamin C sehr deutlich gemacht haben, auf welche Weise Vitamin C eindringende Organismen wie Viren, Bakterien und Pilze vernichtet.11,12

Von Krankheitserregern befallene Zellen neigen dazu, Eisen anzusammeln. Das Ascorbat-Ion trägt zur Produktion von Wasserstoffperoxid bei. Im Rahmen der sogenannten Fenton-Reaktion reagiert ein Eisen-Ion mit einem Wasserstoffperoxid-Molekül und produziert freie Radikale (reaktive Sauerstoffspezies, ROS). Diese können oxidieren und alle anderen Moleküle in ihrer Nachbarschaft schädigen. Geschieht dies innerhalb der erkrankten Zelle, wird die innere Struktur der Zelle zerstört und die Zelle funktionsunfähig.13,14

Vitamin C kann auch Viren außer Kraft setzen

Eine ähnliche Fenton-Reaktion kann Viren außer Kraft setzen, bevor sie in eine lebende Zelle eindringen.15,16 Anfällig sind sämtliche Zelltypen, auch Krebszellen, deren Werte für Katalase-Enzyme (die Wasserstoffperoxid entfernen) nicht im Normbereich liegen.17

Wichtig in diesem Zusammenhang ist, dass dieser antivirale Mechanismus nichts mit einem speziellen viralen Zielpartikel oder dessen molekularem Antigen zu tun hat, wie es der Ansatz bei modernen Impfstoffen ist. Auch wenn der eindringende Organismus mutiert, wird die Fenton-Reaktion die Zelle zerstören – ganz ohne dass dafür entsprechende Antikörper notwendig werden. Die kranken Zellen selektieren sich im Grunde selbst, denn sie sind es, die das Eisen bunkern. Gesunde Zellen bleiben völlig unberührt von der erhöhten Verfügbarkeit von Ascorbinsäure und Wasserstoffperoxid.

Vitamin C – ein bestechend einfacher Heilungsansatz

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Die COVID-19-Infektion wurde mit der Grippe und einer schweren Lungenentzündung verglichen, die sich erfolgreich mit hochdosiertem Vitamin C behandeln lassen.18,19,20,21,22,23 Laufende klinische Studien, die sich mit einem intravenösen anti-infektiösen Protokoll für eine hochdosierte Vitamin-C-Gabe befassen, sind noch nicht abgeschlossen, aber es gibt keinen Grund zu der Vermutung, dass dieses Protokoll keinen Erfolg haben sollte, denn es hat bislang bei jedem Virus funktioniert, gegen das es angetreten ist.24,25 Und berücksichtigt man, auf welchem chemischen Ansatz die Strategie fußt, kann man davon ausgehen, dass ein Erfolg mehr als wahrscheinlich ist.

Ein intravenöses, anti-infektiöses Protokoll für die Vitamin-C-Gabe ist nicht der dringend gesuchte Impfstoff, am dem die pharmazeutische Branche derzeit so verzweifelt forscht. Während wir darauf warten, dass ein Impfstoff entwickelt wird, werden viele Menschen sterben. Was intravenöses Vitamin C allerdings ist, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit der einfache Heilungsansatz, den wir suchen – und er steht bereits zur Verfügung.

Die Geschichte einer Virus-Heilung

Während sich das Jahr 2019 seinem endgültigen Ende näherte, tauchten im chinesischen Wuhan Patienten mit einer unerklärlichen Lungenentzündung auf. Etwa eine Woche später, am 07. Januar 2020 gegen 21 Uhr, wurde in einem Labor in Wuhan ein neues Coronavirus entdeckt. 3 Tage später, am 10. Januar gegen 20 Uhr, stieß dasselbe Labor auf pathogene Nukleinsäuren. Im Verlauf der nächsten 4 Wochen erlagen viele Menschen in Wuhan weiter dem Coronavirus, bis zum 04. Februar waren 20.000 Fälle von Coronavirus in China festgestellt worden und 406 Erkrankte gestorben.26,27

Zwei Wochen zuvor, am 20. Januar, wurde Südkorea als eines der ersten Länder neben China von dem Coronavirus in Mitleidenschaft gezogen. Am selben Tag meldeten auch die Vereinigten Staaten ihren ersten Fall.26,27

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Irgendwann Ende Januar, Anfang Februar bestellte der chinesische Staat bei Nederlandse Staatsmijnen (DMS) 50 Tonnen Vitamin C. Am 09. Februar trafen Lkws in Wuhan ein, dem Epizentrum der Epidemie.28 3 Tage später, am 12. Februar, gab das Krankenhaus Zongnan in Wuhan bekannt, man werde experimentell Vitamin C zur Behandlung des Coronavirus einsetzen.24,25 Erkrankte würden 7 Tage lang täglich 24.000 Milligramm Vitamin C erhalten. 

Einen Tag darauf, am 13. Februar, kündigte Dr. Richard Cheng, Leiter des Medical and Scientific Advisory Board to the International Intravenous Vitamin C China Epidemic Medical Support Team und ein in den USA zugelassener Facharzt für Anti-Aging-Medizin, eine zweite Studie zur hochdosierten IVC-Therapie an. 

Dabei sollten mäßig bis ernstlich erkrankte Patienten mit 6.000 bis 12.000 Milligramm täglich behandelt werden. Für die orale Gabe würde man etwas Spielraum lassen.25 Diese Mitteilungen erfolgten über die Webseite und die Protokolle wurden in ganz Asien veröffentlicht. Amerikas Medien berichteten jedoch nicht darüber. Am nächsten Tag, dem 14. Februar, begann die klinische Studie im Zhongnan-Krankenhaus in Wuhan.

Offizielle Empfehlungen aus Schanghai

Weil die Ergebnisse offenbar keinerlei Zweifel am Erfolg ließen, verkündete die Stadtverwaltung von Schanghai nur 2 Tage später, am 16. Februar, eine »offizielle« Empfehlung, zur Behandlung von COVID-19 Vitamin C hochdosiert intravenös zu geben. In der offiziellen Empfehlung ist die Rede von Dosen zwischen 50 und 200 Milligramm täglich pro Kilogramm Körpergewicht des Patienten, maximal bis zu 16.000 Milligramm täglich. 4 Tage später, am 20. Februar, meldete das Xi’an Jiaotong University Second Hospital, vier Patienten hätten sich von einer schweren Coronavirus-Lungenentzündung erholt.29

Nachrichten über Vitamin C bei COVID-19 werden bewusst unterdrückt

Einen Tag darauf, am 21. Februar, gab Dr. Richard Cheng eine dritte Studie mit intravenösem Vitamin C zur Behandlung des Coronavirus bekannt.25 Cheng forderte dazu auf, Vitamin C sofort zur Prävention schwerer Fälle von Coronavirus-Infekten einzusetzen. Dass in den USA das Augenmerk derzeit ausschließlich auf Impfstoffen und speziellen antiviralen Medikamenten liege, sei unangebracht, so Cheng. Weiter sagte er, dass 2 Wochen zuvor 50 Tonnen Vitamin C in China eingetroffen seien und dass die chinesischen Medien, aber nicht die westlichen Medien darüber berichtet hätten. Nachrichten über die Forschung, was Anwendungsmöglichkeiten von Vitamin C bei COVID-19 anbelangt, würden aktiv unterdrückt, so Cheng.

6 Tage später, am 01. März, meldete ein Krankenhaus im südkoreanischen Daegu, dass Patienten eine Infusion mit 30.000 Milligramm Vitamin C verabreicht worden sei. Einigen ging es nach 2 Tagen besser, bei den meisten verschwanden nach einer einzigen Injektion die Symptome.30

2 Tage später, am 03. März, berichtete Dr. Cheng über eine Studie mit intravenösem Vitamin C, das den Patienten sofort bei der Einlieferung ins Krankenhaus in einer Tagesdosis von 12.000 bis 24.000 Milligramm gegeben wurde. Erneut beklagte Cheng sich, dass Meldungen zur Forschung an Vitamin C bei der Bekämpfung von COVID-19 aktiv unterdrückt würden und dass im Westen Aussagen, wonach eine Vitamintherapie das Coronavirus aufhalten kann, als »Weiterverbreitung von Falschinformationen« und »Veröffentlichung von Fake News« kritisiert werde. Am selben Tag sprach die Verwaltung von Schanghai ihre offizielle Empfehlung aus, COVID-19 mit hohen Mengen an intravenösem Vitamin C zu behandeln.

3 Tage später, am 06. März, erstatteten Mediziner der Second Affiliated Hospital of Xi’an Jiaotong University in China Bericht über ihre Behandlungserfolge mit Vitamin C. In einer Pressemitteilung auf der Webseite des Krankenhauses schrieb das Team, Patienten hätten sich erholt, nachdem sie mit hohen Dosen des Vitamins behandelt wurden. Die Mediziner empfahlen, nach Einweisung ins Krankenhaus schnellstmöglich eine Vitamin-C-Behandlung in die Wege zu leiten. 

Der »Shanghai-Plan«

Das zur Universität Wuhan gehörende Zhongnan-Krankenhaus legte eine weitere Studie auf, in der untersucht wurde, inwieweit Vitamin-C-Infusionen die Prognose von Patienten mit schweren Atemwegsinfektionen (SARI) verbessern können. Und die Ärztekammer Schanghai veröffentlichte einen Konsens zur Behandlung von Coronavirus-Erkrankungen. Über 300 Klinikpatienten wurden untersucht und 30 Fachleute wirkten an dem Bericht mit, in dem selbst für leichte Virus-Infektionen eine Behandlung mit hohen Vitamin-C-Dosen empfohlen wurde. Diese »Schanghai-Plan« genannte Empfehlung sorgte für viel Aufmerksamkeit, unter anderem berichtete das Fernsehen in Schanghai darüber.31

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5 Tage später, am 11. März, veröffentlichten japanische Wissenschaftler ein Protokoll für eine intravenöse Vitamin-C-Gabe und ein Schulungsvideo, in dem die orale Gabe von hochdosiertem Vitamin C (1.000 Milligramm 3-mal täglich bis zur Darmtoleranz) und anderen wichtigen Nährstoffen zum Schutz vor COVID-19 erläutert wird.32 Andere wichtige Nährstoffe zur Verhinderung von Infektionen waren: Vitamin D (2.000 bis 5.000 Internationale Einheiten pro Tag), Zink (20 Milligramm täglich), Selen (100 Mikrogramm täglich) und Magnesium (400 Milligramm täglich als Malat, Citrat oder Chlorid).

Am nächsten Tag, den 12. März, erklärte die Verwaltung von Schanghai, China empfehle nun offiziell, das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 mit großen Dosen von intravenösem Vitamin C zu behandeln.33 Die empfohlene Dosis hängt von der Schwere der Krankheit des jeweiligen Patienten ab und reicht von 50 bis 200 Milligramm pro Körpergewicht täglich. Das entspricht bei Erwachsenen etwa 4.000 bis 16.000 Milligramm als Tagesdosis.

Das Virus erreicht New York

Mittlerweile suchte das Coronavirus New York City stark heim. Am 24. März, 12 Tage, nachdem die Verwaltung Schanghais ihre offizielle Empfehlung ausgesprochen hatte, meldete die New York Post, dass das mit 23 Krankenhäusern größte Gesundheitsunternehmen des Staats, Northwell Health, »ernsthaft erkrankte« Coronavirus-Patienten mit intravenösem Vitamin C behandelte und diesen Ansatz im ganzen Verbund nutzte.34 Die Behandlung gehe auf die Arbeit zurück, die mit Coronavirus-Patienten im chinesischen Schanghai gemacht worden war, erklärte Dr. Andrew Weber, Lungenfacharzt und Spezialist für Intensivpflege in dem Krankenhaus. 

Bei der Einlieferung in diese New Yorker Krankenhäuser erhielten die Patienten unverzüglich 1.500 Milligramm Vitamin C und anschließend zwei, drei Dosen mit insgesamt 300 bis 6.000 Milligramm pro Tag. Bei den Patienten, die Vitamin C erhielten, war der Krankheitsverlauf deutlich besser als bei denjenigen, die kein Vitamin C bekommen hatten, sagte Dr. Weber. Er erklärte, dass Vitamin C dem Körper dabei hilft, eine Sepsis genannte entzündliche Überreaktion auf den Infekt abzuwehren, der als Resultat des Coronavirus auftritt. 

Wenn sich eine Sepsis auspräge, sinke der Vitamin-C-Spiegel bei Coronavirus-Patienten drastisch, sagte der Pulmologe. »Es ergibt absolut Sinn zu versuchen, diesen Vitamin-C-Spiegel zu halten«, so Weber. Jason Molinet, Pressesprecher bei Northwell Health, bestätigte der New York Post, dass Vitamin-C-Therapien bei Coronavirus-Patienten innerhalb des Krankenhausverbunds »weit verbreitet« seien.

Der Notarzt Dr. Ryan Padgett aus Seattle entwickelte im Rahmen seiner COVID-19-Erkrankung eine schwere Lungenentzündung. Gerettet hat ihn die vom 12. bis zum 23. März erfolgte Gabe von hochdosiertem intravenösem Vitamin C zusammen mit einem Medikament, das für die Krebsbehandlung freigegeben ist. Beide Arzneien dienten dazu, einen lebensbedrohlichen »Zytokinsturm« in den Lungen zu vermeiden.35

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Der Arzt Dr. Jeff Brown aus Richmond, Virginia, erkrankte ebenfalls an COVID-19 mit schwerer Lungenentzündung. Er erhielt Hydroxychloroquin, das jedoch nicht half, bevor ihn schließlich dieselbe Kombination aus Krebsmittel und hochdosiertem intravenösem Vitamin C rettete.36,37

In Houston, Texas, erwies sich bei COVID-19-Patienten mit schwerer Lungenentzündung eine experimentelle Kombination aus intravenösem hochdosierten Vitamin C und Medikament als außerordentlich erfolgreich. Dr. Joseph Varon sagte: »Bislang haben wir am United Memorial Medical Center eine Sterblichkeitsrate von 0 Prozent. 0 Prozent. Ich weiß, das ist kaum zu glauben, aber es funktioniert.«38

Eine Gruppe von Intensivärzten aus den gesamten USA hat eine Webseite ins Leben gerufen, die eine Erklärung liefert. Dazu hat sie eine Pressemitteilung herausgegeben und das Behandlungsprotokoll, mit dem die Ärzte mit schwerer COVID-19-Pneumonie vor der künstlichen Beatmung und dem Tod retten konnte.39 Die Mediziner rufen andere Ärzte dringend dazu auf, bei COVID-19-Patienten nach der Aufnahme im Krankenhaus schnellstmöglich dieses oder ein ähnliches Protokoll anzuwenden.40

Warum wird das Erfolgsmodell »Vitamin C« blockiert?

Unterdessen wurde in China am 08. April, rund 100 Tage nach dem ersten Auftauchen der unerklärlichen Pneumonie in Wuhan, der Lockdown wieder aufgehoben.27

Doch trotz der überwältigenden Menge an Beweisen für die Wirksamkeit eines intravenösen Vitamin-C-Protokolls bei der Behandlung von Coronavirus setzen die amerikanische Medikamentenaufsicht FDA, die amerikanische Gesundheitsbehörde CDC und viele angesehene Mitglieder der medizinischen Fachwelt aus unerklärlichen Gründen ihre eigene Glaubwürdigkeit auf Spiel. Offenbar geschieht dies, um dem irrelevanten Geschäftsmodell der Pharmaindustrie nicht zu schaden. Der Respekt wird nur schwer wiederzuerlangen sein. Und das ist auch richtig und gut so.

Der Artikel erschien am 04. April 2020 auf Orthomolecular Medicine News Service.

CORONA-QUARANTÄNE: Schwerwiegende Folgen für die Leitmedien

von Walter van Rossum

Mittlerweile widmen Tagesschau und heute-journal einen erheblichen Teil ihrer Berichterstattung üblen Verschwörungstheoretikern, die ihren pandemischen Botschaften zu widersprechen wagen. Am Samstag veröffentlichte der Spiegel vier Seiten zum Thema und macht Rubikon zu einem der Hauptangeklagten. Am Sonntag folgte umgehend die Süddeutsche und schrieb alles beim Spiegel ab. Vielleicht ist es zu viel der Mühe, auf solche Postillen auch noch zu reagieren. Eigentlich genügt es, einige ein paar Wochen alte Ausgaben zu lesen und abzuwarten: Der Mainstream bringt sich gerade selbst um die Ecke. Alle Beatmung kommt zu spät! 

Was ist eine Verschwörung? Wenn mindestens zwei sich verbünden, um einem Dritten zu schaden. Was sind Verschwörungstheorien? Überlegungen, Untersuchungen, Theorien oder Hypothesen, wer die mindestens zwei sind und warum sie was machen. Oder um es an einem aktuellen Thema zu illustrieren. Unter der Überschrift „Das Geschäft mit den Viren“ heißt es in einem Artikel im September 2009: 

„Doch ein Kampf um Leben und Tod fand im Marienhospital nicht statt. ‚Die Krankheitsverläufe waren milder als bei der normalen Influenza; wir haben die Leute nach Hause geschickt und ihnen gesagt, sie sollen sich ins Bett legen‘, berichtet der Mediziner. ‚Das Virus, über das so viel Aufheben gemacht wird, ist vollkommen banal. Gegen die normale Grippe werde ich mich impfen lassen, aber doch nicht gegen die Schweinegrippe!‘

Was den Klinikchef so irritiert, ist der Gegensatz zwischen seiner täglichen Erfahrung als Mediziner und der Aufregung um die Schweinegrippe bei den staatlichen Gesundheitswächtern. Nachdem Deutschland bereits für eine halbe Milliarde Euro Impfstoff gegen den Erreger bestellt hat, sollen nun sogar noch einmal Millionen Dosen nachbestellt werden — für weitere rund 500 Millionen Euro.“

September 2009 war ungefähr der Höhepunkt der letzten angeblichen Superpandemie — der sogenannten Schweinegrippe. Bald entpuppten sich alle Behauptungen über die außergewöhnliche Gefährlichkeit des Schweinegrippeerregers als pure Panikmache. Da blieb die Frage nicht aus, wer oder was hinter diesem globalen Fehlalarm stecken mochte. 2018 recherchierte dasselbe Blatt über Sinn und Unsinn des aus dem Boden gestampften Impfstoffes:

„Das verdeutliche, wie riskant die Impfkampagne war, sagt Becker-Brüser [Herausgeber des pharmakritischen ‚Arznei-Telegramms‘, Anm. d. Red.]. ‚Meines Erachtens wurde das Risiko von den zuständigen Behörden negiert. Man wollte impfen, man wollte den Impfstoff loswerden, den man gekauft hatte.‘ Zumindest von der irischen Regierung ist laut ‚British Medical Journal‘ bekannt, dass den zuständigen Behörden die internen Nebenwirkungs-Berichte von GlaxoSmithKline vorlagen. Dennoch lief die Impfkampagne in Irland uneingeschränkt weiter.“

Es gibt in diesem Zusammenhang ein noch heute sehenswertes Interview, das Monitor im Dezember 2009 mit Michael Kochen, dem Präsident der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin, geführt hat und das von der ARD ausgestrahlt wurde — Überschrift: „Horrorszenarien — die Schweinegrippe und die Medien“.

Was sagt uns das alles? Zu Zeiten der Schweinegrippehysterie gab es innerhalb der sogenannten Mainstreammedien offenbar noch Inseln des Widerspruchs, Oasen des Zweifels, bescheidene Bekundungen von Pluralismus in den Redaktionen. Die beiden zitierten Artikel standen im Spiegel („Das Geschäft mit den Viren“, „Hersteller von Schweinegrippe-Impfstoff ignorierte Risiken“). Doch machen wir uns nichts vor: Spiegel und ARD haben damals schon kräftig das Verbreiten von Panik trainiert. 

Investigativer Journalismus hat unvermeidlich mit Verschwörungen zu tun und produziert also Verschwörungstheorien. 

Machenschaften der Energiekonzerne, subversive Seilschaften in den Parteien, islamistische Konspirationen, mafiose Intrigen von Siemens, betrieblich organisierte Puffbesuche bei VW, systematischer Umsatzsteuerbetrug. Die Aufdeckung oder auch nur Entdeckung solcher Fälle beruht auf Verschwörungstheorien. Nur nennt die mediale Branche das nicht so. Verschwörungstheorien in ihrem Verständnis sind doofe Theorien, die nicht mitspielen dürfen. 

Und man tut gerne so, als seien Verschwörungstheorien eine Textsorte, der man auf Anhieb die krankhaften oder abwegigen Motive ablesen könnte. Im Moment gibt es ein Dutzend Bücher auf dem Markt, die Verschwörungstheorien den Garaus machen wollen — vermutlich in der Hoffnung, so noch Reste von Vernunft retten zu können —, doch keines dieser Bücher kann auch nur ansatzweise valide Kennzeichen für abwegige Verschwörungstheorien nennen. Es gibt gute und es gibt schlechte Verschwörungstheorien. Das ist alles.

In der Regel ist es heute so: 

Wenn von Verschwörungstheorien die Rede ist, errichtet man eine Demarkationslinie zwischen Drinnen und Draußen. Wer darf mitreden und wer nicht? Was gilt noch als zumutbare Überlegung und was nicht? Doch die Demarkationslinie basiert nicht auf Argumenten, sondern funktioniert über pathologische Zuschreibungen. 

Sage und schreibe zehn Autoren hat Spiegel jetzt (Nr. 20/9.5.2020) darauf angesetzt, eine solche komplett argumentationsfreie Trennwand zu errichten. Die Zitadelle des Mainstreams ballert auf alles, was dem pandämonischen Totalitarismus unserer Tage entgegensteht. Das fabelhafte Rechercheteam hat drei Zentralorgane gefährlichen Wahns ausgemacht: 

„Neben dem Querfront-Magazin Rubikon sind das die zwei deutschsprachigen Ableger eines staatlichen russischen Medienunternehmens, RT Deutsch und Sputnik.“

Die Kollegen hätten vielleicht noch erwähnen sollen, dass rubikon.news ein Internet-Magazin ist. Und vielleicht hätten sie noch erläutern sollen, warum es ein Querfront-Magazin sein soll. Mit Querfront bezeichnet man den strategischen Zusammenschluss von diametral entgegengesetzten Extremisten — beispielsweise von Faschisten und Kommunisten. Selbstverständlich erfolgt die Einschätzung als Querfront-Magazin seitens des Spiegels ohne jeden Beleg. Es gäbe auch keinen, wie der Spiegel gewiss weiß. Man zitiert einfach ein paar Pegidatypen, die auch ihre Probleme mit der Coronapolitik haben, fertig ist die Querfront. Infamie oder Hilflosigkeit? Beides. Nun wüsste man natürlich ganz gerne, was das Querfront-Magazin rubikon.news denn auf dem Kerbholz hat? 

„Das Magazin Rubikon ist eine Art Hausmedium der Protestler. ‚Hygienedemo‘-Mitgründer Lenz verbreitet hier von Anfang an seine Thesen. Rubikon wurde 2017 gegründet und veröffentlicht immer wieder verschwörungsideologische Beiträge. Im Beirat sitzen auch Journalisten, die für Weltnetz.tv und RT Deutsch arbeiten. Rubikon sucht außerdem Kontakt zu Fake-News-Verbreitern wie Ken Jebsen, der mit seinem YouTube-Kanal KenFM momentan massiv von der Coronakrise profitiert.“

Nicht zu vergessen, irgendwie noch mit dabei der „prorussische Journalist Ulrich Gellermann“. So sehen grausam schlechte Verschwörungstheorien aus: kein Argument, allein der Glaube an ein riesiges Verschwörungskartell und die hastige Montage grotesker Zusammenhänge. Doch was eint dieses Kartell der Irren? Auf ganzen vier Seiten des Mainstreammagazins findet man keinen einzigen Satz über Absichten oder Thesen dieser Finsterlinge. Das sagt alles: zehn Autoren und kein Thema. 

Wenn ich den Kollegen aushelfen darf: 

Die „Verschwörungstheoretiker“ arbeiten an der Wiederherstellung eines wenigstens minimalen Pluralismus. 

Und die besteht in diesem Fall aus einer überaus mühsamen Sammlung und Sichtung von Informationen und Überlegungen, die der Proklamation der coronaren Apokalypse widersprechen. Darüber ließe sich reden — über Argumente also. Doch genau das verweigern die Fürsten der Zitadelle von Anfang an. Man lässt sich nicht die schöne Katastrophe verwässern. Und heute könnten Diskussionen glatt den Endsieg verhindern. 

Wer einen Beitrag zu einem Thema aus der Zitadellenredaktion liest, hat alle gelesen. Fast wörtlich schreibt die Süddeutsche, was wir schon im Spiegel lesen mussten und was zuvor oder danach von der Bild-Zeitung noch massentauglicher verbreitet wird, um schließlich von der Tagesschau hübsch bebildert zu werden. 

Diese Sorte Journalismus funktioniert nur im Rudel und wenn er jede abweichende Meinung kriminalisiert oder pathologisiert. Das ist nicht neu, aber es nimmt gerade hysterische Züge an. 

Irgendwie scheinen die Herrschaften zu ahnen, dass die Nummer Corona bald zu Ende geht. Die Mainstreammedien haben die Pandemie geradezu herbeigeschrieben. Das hat ihnen teilweise verblüffenden Zustrom beschert. Mittlerweile scheuen sie auch keine quasifaschistischen Durchhalteparolen. Doch allmählich müssen sie die totale Kontrolle abgeben. 

Auf den Seiten von rubikon.news finden sich Hunderte Beiträge von oder über bedeutende Wissenschaftler weltweit, die die ganze coronare Aufregung für einen absurd kostspieligen Fehler halten und ausgezeichnete wissenschaftliche Argumente ins Feld führen können. All diese Nobelpreisträger, Stanford-Professoren und weltberühmten Experten mussten in den medialen Untergrund (oder was Spiegel & Co. dafür halten) gehen, um noch gehört zu werden. 

Was glaubt die Zitadelle denn, warum ein Mann wie Professor Detlev Krüger, 27 Jahre lang Chef der Virologie an der Charité und Vorgänger von Christian Drosten, ausgerechnet Sputnik ein Interview gibt, um seine Zweifel an der Handhabung der Pandemie auszudrücken? Russisch gesteuerte Virologie? 

Es ist nicht ausgemacht, wer recht hat. Aber es gab keine Diskussionen. Dafür haben die medialen Apokalyptiker mit brachialen Mitteln gesorgt. 

Doch die Diskussionen werden kommen, dafür haben wir gesorgt.

CORONA-GATE VOR DER TÜR

von Flo Osrainik

Für manche mag es überraschend sein, für andere ist es das nicht. Aber im Bundesministerium des Innern wurde bisher noch keine Schadensanalyse über die deutschlandweit eingeleiteten und durchgeführten Corona-Schutzmaßnahmen erstellt. Zwar hatte ein Mitarbeiter im „Referat KM4: Schutz Kritischer Infrastruktur“ mehrmals interne Versuche unternommen, über eine Analyse zu sprechen, stieß dabei jedoch lediglich auf Desinteresse und Ablehnung. Ja, man drohte ihm sogar mit Konsequenzen.

Nachdem der Mitarbeiter, ein Referent der „Organisationseinheit Referat KM4“ und hochqualifizierter Risiko-Analyst, intern also schon mehrere erfolglose Versuche gestartet hatte, holte er sich Unterstützung von einem „fachlichen Netzwerk“ von universitären Instituts- und Klinikleitern, um eine hochkompetente und belastbare Einschätzung der medizinischen Folgeschäden des Lockdown zu erstellen. 

Zugeordnete Hauptaufgaben des Mitarbeiters waren bis dahin unter anderem die „Umsetzung der Nationalen Strategie zum Schutz Kritischer Infrastrukturen“, „Zusammenarbeit mit Betreibern Kritischer Infrastrukturen, mit Verbänden sowie sonstigen betroffenen Institutionen“, die „Koordinierung im Bereich der Sicherstellungs- und Vorsorgegesetze“, „Sicherheitsforschung“ sowie die „Mitwirkung beim Schutz von Informationsinfrastrukturen“.

Das Ergebnis seines Analyse-Papiers:

Der Schaden der Corona-Restriktionen, und das wohlgemerkt nur medizinisch betrachtet, also ohne die sozialen, politischen und wirtschaftlichen Schäden, die damit in Zusammenhang stehen, ist jetzt bereits größer als derjenige, den das Coronavirus überhaupt verursachen kann. Durch das Regierungshandeln, nicht das Virus, besteht inzwischen Gefahr für Leib und Leben der Allgemeinbevölkerung und sterben täglich Menschen in unserem Land. 

So kam es etwa zu 2,5 Millionen nicht durchgeführten Operationen, Weiterbehandlungen, Früherkennungen oder Pflegeeinschränkungen in der Coronakrise. Zu all diesen Maßnahmen hätte es nie kommen dürfen, da „die Corona-Infektion zu keinem Zeitpunkt das Potenzial hatte, eine nationale Katastrophe mit einer Bedrohung für die Allgemeinheit auszulösen“, wie sogar die Zahlen des Robert Koch-Instituts zeigen würden.

Der Mitarbeiter verschickte seine Analyse am 8. Mai 2020 unter dem Betreff „Ergebnisse der internen Evaluation des Corona Krisenmanagements“ um 14:34 Uhr per E-Mail in den behördlichen Dienstweg — oder anders ausgedrückt: an zahlreiche interne Stellen des BMI. 

Die E-Mail beginnt mit den Worten: 

„Liebe Kolleginnen und Kollegen, hiermit übermittle ich Ihnen die Ergebnisse der Analyse des Corona-Krisenmanagements des Referats KM 4. — Kurzfassung und Aufstellung von gesundheitlichen Kollateralschäden siehe unten.“

Und weiter: 

„Im Vorgriff auf eine nach der Krise zu unternehmende Evaluation hat KM4 über die letzten Wochen krisenbegleitend eine intensive Analyse und Auswertung des Krisenmanagements aus der Perspektive der hiesigen Zuständigkeit für den Schutz Kritischer Infrastrukturen vorgenommen. Dabei wurden schwerwiegende Defizite im Regelungsrahmen für Pandemien diagnostiziert sowie Fehlleistungen im handwerklichen doing des Krisenmanagements. Die beobachtbaren Wirkungen und Auswirkungen von Covid-19 lassen darüber hinaus keine ausreichende Evidenz dafür erkennen, dass es sich — bezogen auf die gesundheitlichen Auswirkungen von Covid-19 auf die Gesamtgesellschaft — um mehr als um einen Fehlalarm handelt. Sie erhalten die Information vorab mit der Bitte um Kenntnisnahme und Weitergabe.“

Um 15:34 Uhr wurden dann auch noch die Innenministerien der jeweiligen Bundesländer angeschrieben. Reaktionen liegen jedoch noch keine vor.

In der Zusammenfassung der Analyse, die auf wissenschaftliche Plausibilität geprüft wurde und den Daten des RKI im Wesentlichen nicht widerspricht, heißt es unter anderem, dass das Krisenmanagement bisher gar „keine adäquaten Instrumente zur Gefahrenanalyse und -bewertung aufgebaut“ habe. 

Die Lageberichte, in denen alle wichtigen Informationen gesammelt werden müssten, „behandeln in der laufenden Krise bis heute nur einen kleinen Ausschnitt des drohenden Gefahrenspektrums. Auf der Basis unvollständiger und ungeeigneter Informationen in den Lagebildern ist eine Gefahreneinschätzung grundsätzlich nicht möglich“, weshalb eine angemessene und wirksame Maßnahmenplanung nicht möglich sei. 

Dieses methodische Defizit würde sich auf eine höhere Ebene auswirken, weshalb die Politik bisher eine stark reduzierte Chance hatte, „die sachlich richtigen Entscheidungen zu treffen.“ Außerdem bestand „durch den neuen Virus vermutlich zu keinem Zeitpunkt eine über das Normalmaß hinausgehende Gefahr für die Bevölkerung“, wobei das übliche Sterbegeschehen in Deutschland die Vergleichsgröße sei. 

Es sterben an Corona im Wesentlichen Menschen, weil sie am Ende ihres Lebens angekommen sind und sich mit geschwächtem Körper der Alltagsbelastungen, bei derzeit 150 im Umlauf befindlichen Viren, nicht mehr erwehren können. 

„Die Gefährlichkeit von Covid-19 wurde überschätzt“, wobei man sich auf weltweit rund 250.000 Todesfälle mit Covid-19 in einem Vierteljahr, gegenüber 1,5 Millionen Toten bei der Influenzawelle 2017/2018 beruft. Man habe es „aller Voraussicht nach mit einem über längere Zeit unerkannt gebliebenen globalen Fehlalarm zu tun.“

Wegen mangelnder Instrumente der Krisenbewältigung, die keinen Alarm auslösen und den sofortigen Abbruch vom Maßnahmen einleiten, sobald sich entweder eine Pandemiewarnung als Fehlalarm herausstellt oder abzusehen ist, „dass die Kollateralschäden — und darunter insbesondere die Menschenleben vernichtenden Anteile — größer zu werden drohen“, als das tödliche Potenzial der Erkrankung selbst, sei der mutmaßliche Fehlalarm so lange unentdeckt geblieben. 

Die Kollateralschäden sind mittlerweile „gigantisch“, teilweise erst „in der näheren und ferneren Zukunft“ sichtbar und höher als der erkennbare Nutzen. „Dieser Feststellung liegt keine Gegenüberstellung von materiellen Schäden mit Personenschäden (Menschenleben) zugrunde! Alleine ein Vergleich von bisherigen Todesfällen durch den Virus mit Todesfällen durch die staatlich verfügten Schutzmaßnahmen“, würden das belegen.

Die Versorgungssicherheit wäre infolge der Schutzmaßnahmen nicht mehr wie gewohnt gegeben. „Unsere Gesellschaft lebt ab sofort mit einer gestiegenen Verletzlichkeit und höheren Ausfallrisiken von lebenswichtigen Infrastrukturen“, was „fatale Folgen haben“ kann, wenn etwa „eine wirklich gefährliche Pandemie oder eine andere Bedrohung eintreten würde.“ 

Die staatlichen Schutzmaßnahmen, hätten „inzwischen jeden Sinn verloren, sind größtenteils (jedoch) immer noch in Kraft“, weshalb dringend empfohlen wird, sie kurzfristig vollständig aufzuheben, um Schaden von der Bevölkerung abzuwenden — insbesondere unnötige zusätzliche Todesfälle.“

Die Fehler im Krisenmanagement haben zu einer Weitergabe „von nicht stichhaltigen Informationen geführt und damit eine Desinformation der Bevölkerung ausgelöst“, weshalb ein Vorwurf lauten könnte: „Der Staat hat sich in der Coronakrise als einer der größten Fake-News-Produzenten erwiesen.“

Daraus würde sich ergeben, dass „die Verhältnismäßigkeit von Eingriffen in Rechte“ von Bürgern „derzeit nicht gegeben“ ist, „da staatlicherseits keine angemessene Abwägung mit den Folgen durchgeführt wurde.“ 

Deshalb müssten die Lageberichte des Krisenstabs BMI/BMG und die Lagemitteilungen des Bundes an die Länder ab sofort eine angemessene Gefahrenanalyse und -bewertung vornehmen, eine Abteilung mit aussagekräftigen Daten über Kollateralschäden enthalten, von überflüssigen Informationen befreit sowie Kennzahlen gebildet und vorangestellt werden. Andernfalls „könnte der Staat für entstandene Schäden haftbar sein.“

Offensichtlich wurde die Analyse des Mitarbeiters des Innenministeriums nicht weitergereicht. Stattdessen wurde er freigestellt und ein Gespräch mit ihm vereinbart. Und die „beteiligten Wissenschaftler“ des beratenden Netzwerks erhielten wenige Stunden später folgende Mitteilung einer Mitarbeiterin aus dem Krisenstab des BMI/BMG: 

„Ich möchte Sie darauf hinweisen, dass es sich vorliegend um ein von einem einzelnen Mitarbeiter verfasstes Papier handelt. Der Mitarbeiter war weder am Krisenstab beteiligt, noch beauftragt oder autorisiert eine solche Analyse zu erstellen oder zu veröffentlichen.“

Daraufhin antworteten die Fachleute. So schrieb etwa Professor Harald Walach, dass „es sich bei uns zwar nicht um vom Krisenstab eingeladene, aber dennoch ausgewiesene Fachleute handelt, so wäre es, glaube ich nicht nur klug, sondern auch politisch und sachlich vernünftig, in außergewöhnlichen Zeiten auch außergewöhnliche Wege zuzulassen. Ihre Position nehme ich zur Kenntnis. Verständnis dafür habe ich allerdings nicht.“

Der emeritierte Professor Sucharit Bhakdi antwortete, „dass viele sehr kundige Wissenschaftler auf Sie und Ihr Ministerium schauen, und dass alle Reaktionen sorgfältig dokumentiert werden. Die Wahrheit wird mit Sicherheit in nicht allzu ferner Zukunft ans Tageslicht kommen. Und dann werden die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen. Wenn Sie die Wahrheit nicht erkannt haben, mögen Sie sich aus ureigenem Interesse mit dem Thema ernsthaft beschäftigen.“

Professor Stefan Hockertz, meinte, dass es „doch angeraten wäre, sich inhaltlich mit diesen Unterlagen zu beschäftigen. Formal mag es ein ungewöhnlicher Schritt dieses Mitarbeiters gewesen sein“, aber es wären auch „äußerst ungewöhnliche Zeiten. Und diese historischen Zeiten berechtigen eben auch zu Eigeninitiative, die wir als Bürger von unseren Ministerien erwarten dürfen. Somit erwarte ich von Ihnen nach dieser formalen Feststellung, die ich zur Kenntnis genommen habe, nun eine inhaltliche Auseinandersetzung — gern mit uns als Sachverständige.“

Am 10. Mai 2020 gab das BMI dann die Pressemitteilung „Mitarbeiter des BMI verbreitet Privatmeinung zum Corona-Krisenmanagement“ heraus. Dabei verwies das BMI nochmals darauf, dass die Ausarbeitung „außerhalb der Zuständigkeit sowie ohne Auftrag und Autorisierung“ des Mitarbeiters des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat erfolgte. Der Mitarbeiter hätte auch den BMI-Briefkopf (was nach Kenntnisstand der Rubikon-Redaktion eine falsche Tatsachenbehauptung darstellt) und die „dienstlichen Kommunikationskanäle“ benutzt. „Die Ausarbeitung erfolgte nach bisheriger Kenntnis auch unter Beteiligung Dritter, außerhalb des BMI.“ 

Dazu erkläre man unter anderem, dass die Bundesregierung zum Schutz der Bevölkerung Maßnahmen ergriffen hätte, um die Infektionskette zu unterbrechen, was „innerhalb der Bundesregierung fortlaufend abgewogen“ und abgestimmt worden wäre. Das Vorgehen des Mitarbeiters sei „nicht akzeptabel und mit den allgemeinen Pflichten im öffentlichen Dienst nicht vereinbar“, weshalb durch „innerdienstliche Maßnahmen“ schon sichergestellt ist, dass der Mitarbeiter „nicht weiter den unzutreffenden Eindruck erwecken kann, er handle insoweit für oder im Namen des BMI.“

Der Mitarbeiter sorgt sich um unser aller Zukunft, trotzdem ist er das Risiko eingegangen. Die Entlassung dürfte nicht unwahrscheinlich sein, womöglich sind sogar seine Pensionsansprüche in Gefahr.

Es wird sich also rasch zeigen, ob das bereits terminierte Gespräch mit dem Mitarbeiter das Aus seiner Karriere bedeutet und er juristischen Beistand benötigt, oder — doch wer glaubt schon daran? — man womöglich noch auf die Analyse eingeht und zu einem raschen Aus des Lockdowns kommt.

So oder so aber: Ein Corona-Gate scheint im Anmarsch zu sein.

GRUNDGESETZ AUG GRUND GESETZT?

von Sascha Henschel

Das Coronavirus hält die Welt in Atem. Die Schnelligkeit, mit der die Corona-Maßnahmen in den Bundesländern verabschiedet wurden, führte unmittelbar zu einem Zustand, den man wohl als Schockbehandlung oder Schocktherapie bezeichnen könnte. Die kollektive Ohnmacht wurde erfolgreich durch Coronavirus-Liveticker mit Infiziertenzahlen, schlecht recherchierten Artikeln, unkritischen Fernsehsendungen und Diffamierungskampagnen zumindest für einen gewissen Zeitraum stabil gehalten. Was mehrheitlich auf der Strecke blieb, war ein kritisches Hinterfragen sowie eine öffentlich und mit fairen Mitteln geführte Debatte über die Verhältnismäßigkeit der grundrechtseinschränkenden Maßnahmen.

Die Einschränkung der im Grundgesetz verankerten Grundrechte ist im Alltag nichts Außergewöhnliches und für eine freiheitlich-liberale Gesellschaft sogar unerlässlich. Die Grundrechtswahrnehmung des Einzelnen beeinträchtigt meistens die Grundrechtswahrnehmung des Anderen. Die Ausübung und Beeinträchtigung der individuellen Freiheit sind meistens zwei Seiten derselben Medaille. Die gerechte Abwägung widerstreitender Interessen unter Würdigung aller Umstände des Einzelfalls und strikter Wahrung des Verhältnismäßigkeitsgrundsatzes gehört zum Kern eines modernen Rechtstaats. Im Grunde geht es hier um die verfassungsrechtliche Rechtfertigung von Grundrechtseingriffen. Gewiss bedarf es fundierter Rechtskenntnisse, um verfassungsrechtliche und verwaltungsrechtliche Fragestellungen sachgerecht zu lösen und zugegebenermaßen ist das juristische Labyrinth von Komplexität und Unübersichtlichkeit geprägt und für den Laien kaum verständlich.

In Zusammenhang mit den Corona-Beschränkungen musste man aber kein Jurist sein, um zu sehen, dass für eine freiheitlich-demokratische Grundordnung konstituierende Grundrechte in ihrem Wesensgehalt angetastet wurden. Hier musste man kein Jurist sein, um zu sehen, dass Versammlungsbehörden die Bindung an Recht und Gesetz aus Art. 20 Abs. 3 GG nur peripher zur Kenntnis nahmen und offensichtlich rechtswidrig handelten. Hier musste man kein Jurist sein, um zu sehen, dass diverse Corona-Verordnungen grobe Mängel aufwiesen und an Inkonsistenz litten. Hier musste man kein Jurist sein, um zu spüren, dass irgendwas nicht richtig läuft. Lag das Problem am Mangel des Verstandes oder am Mangel des Mutes, sich seines Verstandes ohne die Leitung eines anderen zu bedienen? An dieser Stelle muss angemerkt werden, dass es auch viele Juristen wie Nicht-Juristen gegeben hat, die Kritik laut werden ließen und wachsam blieben. Sie blieben aber in der Minderheit. Wo waren die anderen Juristen? Ist das Vertrauen in die Gewaltenteilung derart gefestigt gewesen, dass eine gemäßigte Einstellung und Reaktion risikofrei bleiben konnte?

Bedurfte es erst Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts oder eines Verfassungsgerichtshofs, um etwaige persönliche Unsicherheiten zu überspielen? War das Risiko sich zu irren derart groß, dass passives Absitzen gerechtfertigt war? Der Rechtsprechung sei Dank! Die höchstinstanzlichen Gerichte kippen nach und nach Bestimmungen der Corona-Verordnungen. Es zeichnet sich allmählich ab, dass die bestehende verfassungsrechtliche und verwaltungsrechtliche Grundstruktur in der Lage sein wird, weiteren Machtmissbrauch abzuwehren und die Einhaltung der Verfassung zu gewährleisten. Es kann jedoch nur von Schadensbegrenzung die Rede sein. Die Online-Zensur wurde verschärft. Ebenso die digitale Überwachung nach chinesischem Modell, ganz zu schweigen von der gewaltigen Umverteilung von unten nach oben.

Irren ist menschlich. Jeder Mensch macht Fehler. Entscheidend ist nur, wie wir auf diese Fehler reagieren. Schlussendlich bleibt die Hoffnung, dass sich in der Suche nach Antworten nicht nur Schuldzuweisungen und Wortklaubereien, sondern auch Reflexion und Selbstkritik wiederfinden werden.

An letzter Stelle hier für all diejenigen, die zur eigenen Meinungsbildung Aussagen legitimierter Autoritäten bedürfen, eine Handvoll Sätze des Verfassungsgerichtshofs des Saarlandes vom 28.04.2020, welche sich im Beschluss bezüglich der Verordnung der Regierung des Saarlandes zur Bekämpfung der Corona-Pandemie finden:

  • „geregelten Ausgangsbeschränkung, bedürfen jedoch einer begleitenden Rechtfertigungskontrolle. Je länger sie wirken, desto höher müssen die Anforderungen an ihre Rechtfertigung und an ihre Kohärenz mit anderen Regelungen sein.“
  • „Insgesamt kann in ganz Deutschland die befürchtete exponentielle Ausbreitung der Corona-Infektionen nicht festgestellt werden. Unter Berücksichtigung dieser weiteren Entwicklung, dem günstiger als befürchtet verlaufenen Infektionsgeschehen und den Erkenntnissen aus anderen Ländern erweisen sich die Ausgangsbeschränkungen als besonders einschneidende Maßnahme nicht mehr als erforderlich.“
  • „Der Verlust des Grundrechts der Freiheit der Person ist Tag für Tag der Freiheitsbeschränkung ein endgültiger Nachteil. Er kann für die verstreichende Zeit
    nicht wieder ausgeglichen werden. Der damit erzielte Gewinn an Gesundheitsschutz ist nicht nachvollziehbar dargelegt. Absolute Zahlen einer Zunahme von Infektionen mit dem Sars-Cov2-Virus belegen nichts außer der Zunahme selbst. Sie sind – so dramatisch und tragisch Krankheitsverläufe im Einzelfall sind und so furchtbar der Tod eines jeden kranken Menschen ist und, vor allem, so wichtig der Schutz der behandelnden medizinischen und pflegerischen Kräfte ist – aussageleer.“
  • „Es leuchtet nicht ein, dass sich Geschwister in gebührendem
    Abstand in einem Möbelmarkt oder Baumarkt treffen dürfen, nicht
    aber in der eigenen Wohnung – was der gegenwärtigen Rechtslage entspricht.“
  • „Aus Anlass einer Bestattung wird das Zusammentreffen der Familie erlaubt, zu Lebzeiten
    indessen nicht. Das überzeugt nicht.“
  • „Schließlich ist unklar, warum ein triftiger Grund zum Verlassen der Wohnung
    zum Sport oder „zur Bewegung im Freien“ angenommen wird, Menschen, die
    sich im Freien jedoch nicht bewegen, sondern in gebührendem Abstand von
    jedwedem Anderen – als Einzelner auf einer Bank in der Sonne – verharren
    wollen, ordnungswidrig oder gar strafbar handeln.“
  • „Nachvollziehbar verweist der Beschwerdeführer
    darauf, dass er sich mit dem Verlassen der eigenen Wohnung unmittelbar
    einem „Generalverdacht“ aussetzt und jederzeit einen triftigen Grund
    glaubhaft machen können muss.“

Quellen:

  1. https://www.servat.unibe.ch/dfr/bv069315.html
  2. http://sl.juris.de/cgi-bin/landesrecht.py?d=http://sl.juris.de/sl/gesamt/Verf_SL.htm
  3. http://sl.juris.de/cgi-bin/landesrecht.py?d=http://sl.juris.de/sl/gesamt/VGHG_SL.htm#VGHG_SL_rahmen
  4. https://www.saarland.de/255158.htm
  5. https://www.verfassungsgerichtshof-saarland.de/frames/index.html
  6. https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2020/04/qk20200429_1bvq004420.htm

Die Gedankenpolizei

In den USA diskutieren neokonservative Kreise bereits über das Ende der Redefreiheit im Internet.

Von Caitlin Johnstone

China gilt ja in den USA vielfach als der Erzfeind. An so gut wie allem ist das Riesenreich im Osten schuld, auch an Corona. Wenn es um „gelungene“ Repressionsmaßnahmen geht, wird der Feind jedoch schnell zum Vorbild. Um die Normen und Werte der Gesellschaft aufrechtzuerhalten, bedürfe es einer Zensur des Internets vonseiten der Regierung — so oder ähnlich argumentieren die Befürworter einer Internetüberwachung nach chinesischem Vorbild. Wenn es jenen nützt, die am Mainstream-Narrativ weben, geben sie sogar China recht. Sprachkontrolle jedoch ist auch Gedankenkontrolle. Der bekannte Liedtext „Die Gedanken sind frei“ könnte schon bald nur noch historisch Gültigkeit haben.

Die neokonservative Zeitschrift The Atlantic hat einen Artikelzweier Universitätsprofessoren unter dem Titel „Die Redefreiheit im Internet kommt nie mehr zurück“ veröffentlicht. Er trägt den Untertitel „In der Debatte über Redefreiheit versus Internetkontrolle hat China weitgehend recht behalten — und die USA haben sich geirrt“.

Es lohnt sich, den Artikel in voller Länge zu lesen — nicht nur, weil er empörend ist für jeden, der zwischenmenschliche Kommunikation frei sehen will von Zensur durch Oligarchen und Regierungsstellen. Er ist auch voller — ausführlich durch Quellen belegter — Informationen darüber, wie die Technologiegiganten des Silicon Valley mit den westlichen Regierungen bei der Internetzensur zusammenarbeiten. Der einzige Unterschied zwischen diesem Artikel und einem, den man auf einer libertären Webseite finden könnte: Hier werden all diese Zensurmaßnahmen positiv bewertet.

Hier ist eine archivierte Version des Artikels, wenn Sie nicht The Atlantic anklicken wollen, dessen Chefredakteur Jeffrey Goldberg einstmals der Welt versicherte

„Die kommende Invasion des Irak wird als eine hochmoralische Tat in die Geschichte eingehen.“

Unbedingt lesen, wenn Sie Interesse und Zeit haben.

Freiheit versus Kontrolle

„In der großen Debatte der letzten beiden Jahrzehnte über Freiheit versus Kontrolle im Internet hat China weitgehend recht behalten, die USA hatten weitgehend unrecht“ schreiben die Autoren, von denen einer in der Bush-Regierung als Anwalt tätig war. 

„Ein signifikantes Maß an Überwachung und an Kontrolle der Sprache sind unverzichtbare Komponenten für ein ausgereiftes und florierendes Internet. Regierungen müssen eine wichtige Rolle in diesen Praktiken spielen, damit das Internet mit den Normen und Werten einer Gesellschaft kompatibel bleibt.“

Der Artikel zeichnet ein genaues Bild davon, wie angeblich unabhängige Plattformen sozialer Medien mit den Regierungen und untereinander zusammengearbeitet haben, um Sprache zu regulieren — und wie dies während der Covid-19-Pandemie gesteigert wurde. So wird zum Beispiel angeführt, dass „Marc Zuckerberg im März 2019 die Regierung aufforderte, ‚schädliche Inhalte‘ auf Facebook zu zensieren“, oder dass „Facebook — wie auch in anderen Bereichen — auf Faktenchecks durch Organisationen und ‚Behörden‘ (von der WHO bis zu den Regierungen der US-Bundesstaaten) vertraut, um zu entscheiden, welche Inhalte zu löschen oder herunterzustufen sind.“

Strategische Zusammenarbeit

„Diese Plattformen haben ‚strategische Zusammenarbeit‘ mit der US-Regierung betrieben, inklusive der Weitergabe von Informationen, um ausländische Einmischung in Wahlen zu bekämpfen“, berichtet The Atlantic, nachdem dort im Detail dargelegt wurde wie FacebookTwitter und Youtube Zensur ausgeübt haben — in „aggressiven, aber noch verbesserungsfähigen Schritten, um ausländische Gegner abzuwehren“. 

„Die von digitaler Sprache ausgehenden Gefahren werden im gleichen Maße zunehmen wie die Sprachkontrolle in diesen Netzwerken“, versichern die Autoren. 

„Und die Regierungseinmischung wird sich unweigerlich verstärken. Im Augenblick trifft der private Sektor die meisten wichtigen Entscheidungen, wenngleich oft unter Druck seitens der Regierung. Wie Zuckerberg schon plädierte, werden die Firmen jedoch ohne deutlichere Leitlinien und direkte Beteiligung der Regierung Sprache nicht legitim regulieren können. Es ist auch nicht klar, ob die Unternehmen ohne mehr Regierungsüberwachung in der Lage sind, ausländische Falschinformationen einzudämmen sowie digitale Angriffe auf die Wahlverfahren zu verhindern.“

China imitieren, um es zu besiegen

Der Artikel erscheint nur Tage nach einem ähnlich lesenswerten Artikel von Whitney Webb: 

Technotyrannei. Wie die nationalen Sicherheitsbehörden Covid-19 benutzen, eine Orwell’sche Vision zu verwirklichen.“

Webb berichtet von einem im Rahmen des Freedom of Information Acts erhaltenen Dokument einer Regierungsorganisation namens NSCAI (National Security Commission on Artificial Intelligence). Dieses spricht sich für die Notwendigkeit aus, autoritäre Maßnahmen nach chinesischem Muster wie stärkere Überwachung zu implementieren, um zu verhindern, dass die Volksrepublik die USA technologisch überholt. 

Webb berichtet beispielsweise, wie das Dokument „die Massenüberwachung von Chinas ‚riesiger Bevölkerung‘ als Beispiel dafür anführt, wie China den Vorteil in der Größe seines Verbrauchermarktes nutzt, um auch bei verwandten Technologien wie der Gesichtserkennung einen Sprung nach vorne zu machen.“

Auch der Thinktank Tony Blair Institute for Global Change spricht sich in einem neuen Bericht für mehr Massenüberwachung aus. Seiner Meinung nach ist ein drastischer Anstieg der technischen Überwachung ein „angemessener Preis“ für den Kampf gegen Covid-19. Aber das ist schon komisch: Wenn der Thinktank eines Schoßhündchen-Premierministers von Bush sich für mehr Überwachung als angemessenen Preis für die Pandemiekontrolle ausspricht, ist das etwa vergleichbar damit, wenn eine Straßenräuberbande eine Abkürzung durch dunkle Alleen nähme, da der Zeitgewinn das erhöhte Risiko, ausgeraubt zu werden, rechtfertige.

Also, das ist großartig. Manager von Mainstream-Narrativen fordern lautstark dem Kalten Krieg ähnelnde Eskalationen gegen Chinas böse autoritäre Regierung, während sie gleichzeitig befürworten, dass westliche Regierungen Pekings schlimmste autoritäre Praktiken nachahmen. Das ist, wie wir bereits erörtert haben, Meinungsmache, um den Weg für drastische Schritte seitens des unipolaren US-Imperiums zu ebnen, damit China nicht auf die Überholspur gerät und eine multipolare Welt aufbaut. Je freier die Menschen darin sind zu denken, zu handeln und zu organisieren, desto schwerer werden sich solche Schritte noch durchsetzen lassen.

Oligarchen haben kein Recht zu kontrollieren, was wir einander sagen können und was nicht. Regierungen haben kein Recht, uns immer gläserner zu machen und sich selbst immer undurchschaubarer. Das ist grauenhaft, menschenverachtend und es muss aufhören.

Bei der Redefreiheit geht es im Kern um die Freiheit des Denkens. Die Sprache ist das Trägermedium der Gedanken: Wer sie kontrolliert, der kontrolliert die Verbreitung von Ideen. Zensur bedeutet, Kontrolle darüber auszuüben, was die Menschen denken. Sprachkontrolle ist Gedankenkontrolle.

SCHLUSS MIT DEM NOTSTANDS-REGIME

Rubikon-Herausgeber Jens Wernicke zieht gegen den Notstand vor Gericht und fordert: “Aufklärung jetzt!”

von Jens Wernicke 

Eine bessere Welt beginnt in unseren Gedanken. Doch gute Impulse sollten nicht in der Phase des Hoffens und Wünschens steckenbleiben. Der Rubikon hat in den ersten Wochen seiner Berichterstattung über die Corona-Hysterie recherchiert, analysiert und angeklagt. Mehr als 100 Autorinnen und Autoren haben sich im übertragenen Sinne die Finger wund geschrieben, um der Gleichschaltung fast der gesamten Politik- und Medienlandschaft etwas entgegenzusetzen. Unser Aufschrei blieb nicht unbemerkt, doch noch immer ist die Gesundheitsdiktatur auf dem Vormarsch — trotz überwältigender Beweise dafür, dass das Virus nicht außergewöhnlich gefährlich und die kollektive Entrechtung von Millionen Menschen ein Verbrechen ist. Jetzt ist es Zeit, in eine neue Phase überzugehen: die des konkreten Handelns. Der Rubikon unterstützt daher ein herausragendes Filmprojekt zu Corona und klagt vor Gericht gegen den „Notstand der Republik“.

Liebe Leserinnen und Leser,

jetzt ist das Maß voll.

Unter dem Schleier der Angst werden wir alle entmündigt, unserer Würde und Grundrechte beraubt und kollektiv traumatisiert.

Zudem besteht ob der aberwitzigen Fehlsteuerung des deutschen Gesundheitswesens inzwischen wohl allgemein „Lebensgefahr“: 

  • Mehr als 50 Prozent aller geplanten Operationen wurden abgesagt, der „OP-Stau“ geht in die Tausende. 
  • 30 bis 40 Prozent weniger Patienten mit Herzinfarkt und Schlaganfall werden behandelt, da diese sich nicht mehr in die Kliniken trauen. 
  • Bundesweit stehen 150.000 Krankenhaus- und 10.000 Intensivbetten leer. 
  • In Berlin sind nur 68 Intensivbetten mit Corona-Patienten belegt, die Notklinik mit 1.000 Betten bleibt ungenutzt. 
  • Der Deutsche Rat für Wiederbelebung hat eine offizielle Empfehlung veröffentlicht, nach der Menschen nach Herzstillstand nicht mehr beatmet werden sollen.
  • In Großbritannien sterben bereits circa 3.000 Menschen pro Woche an den Effekten des Lockdowns, wegen der allgemeinen Panik und des teilweisen gesellschaftlichen Zusammenbruchs.

Millionen Existenzen werden vernichtet und wehr- und hilflose alte Menschen in Pflege- und Altenheimen sowie Krankenhäusern isoliert, zu Objekten gemacht und zu Tode geängstigt. 

Und selbst die für viele wohl gefährliche Corona-Zwangsimpfung wird immer wahrscheinlicher.

Politik und Medien nennen all das „Hilfe“, „Fürsorge“ und „Schutz“. Doch etwas Liebloseres, Entmündigenderes und Gesundheitsschädigenderes ist nur schwer vorstellbar. Ob jemand sich schützen und wie jemand leben und sterben möchte — das ist und bleibt ganz allein seine Entscheidung und Verantwortung

Dennoch werden im Namen der „Volksgesundheit“ nun multimorbide 80-Jährige gezwungen, statt noch einige gute Wochen im Kreise ihrer Lieben zu erleben, ihre letzten Tage isoliertängstlich und oftmals bis zum Tode „intensivmedizinisch gequält“ zu verbringen.

Die Menschenwürde ist, wie es scheint, keinen Pfifferling mehr wert. Asozialität und Unmenschlichkeit sollen die neue „Liebe“ sein. 

Vorgeblich geht es bei all dem um Corona. Doch die Regierung verweigert bis heute sowohl die Anerkennung der wissenschaftlichen Fakten zur vermeintlichen Pandemie als auch die Umsetzung all jener Maßnahmen, die laut Nationalem Pandemieplanzwingend erforderlich sind. 

In Kapitel 5.3 dieses Planes finden sich detaillierte Listen all derjenigen Zahlen, Untersuchungen und Studien, die umgehend erhoben und durchgeführt werden müssten, um auf wissenschaftlich solider Basis zu einer realistischen Risikoeinschätzung zu gelangen. 

Das gesamte Szenario erinnert an das des Irak-Kriegs, bei dem von Tag 1 an nur die Falschen in die Kameras riefen: 

„Massenvernichtungswaffen, Massenvernichtungswaffen, Gefahr, Gefahr, Krieg, Krieg, jetzt, sofort!“

Virologen wie Drosten, der nun unser Land regiert, sind Labormediziner, die Erreger untersuchen, jedoch über keinerlei Expertise zur Ausbreitung und möglichen Gefahr, die von Seuchen ausgeht, verfügen. 

Die haben Epidemiologen — und damit jene, die von Beginn dieser Krise an ausgegrenzt, verleumdet und mundtot gemacht worden sind. 

Einer der weltweit führenden Wissenschaftler auf diesem Gebiet ist der Stanford-Medizinprofessor John Ioannidis. Bereits vor einigen Tagen hatte er in einem einstündigen Interview bestätigt, was zuvor bereits durch weltweite Studien offensichtlich geworden war:

Die Letalität von Covid19 liegt „im Bereich der saisonalen Grippe“.

Für Personen unter 65 Jahren sei das Sterberisiko selbst in den weltweiten „Hotspots“ vergleichbar mit der täglichen Autofahrt zur Arbeit, für gesunde Personen unter 65 Jahren sogar „völlig vernachlässigbar“. Lediglich in New York liege das Sterberisiko für Personen unter 65 Jahren im Bereich eines professionellen LKW-Fahrers.

Ich werde nun am Montagmorgen Klage gegen die ab dann geltendeMaskenpflicht in Rheinland-Pfalz sowie das bundesweite „Abstandsgebot“ einreichen. Denn für beides gibt es keinerlei Grundlage. Ganz im Gegenteil: Die Einzigen, die derlei lauthals und prominent fordern, sind entweder Teil der Regierungen oder befinden sich in Abhängigkeit von diesen oder der Pharmaindustrie. 

Demokratie sieht anders aus! 

Demokratie bedeutet nicht: Die Regierung setzt die Verfassung außer Kraft und begründet das mit „Experten“, die ihr gegenüber weisungsgebunden oder seit Jahren für ihre Nähe zur Pharmaindustrie berühmt und berüchtigt sind. 

Empfehlen möchte ich Ihnen in diesem Zusammenhang die großartige Dokumentation „TrustWHO“, die beispielsweise hier in voller Länge zu sehen ist, anderweitig jedoch, obwohl jede Aussage belegt und bewiesen ist, gerade der Zensur zum Opfer fällt.

Schauen Sie sich diese Dokumentation gemeinsam mit Ihren Freunden und Ihrer Familie an. Sie werden feststellen: Viele, die heute wieder Angst und Panik verbreiten, waren beim Schweinegrippe-Fake schon mit von der Partie.

Zusätzlich zu meiner Klage wird der Rubikon den Filmmachern von „TrustWHO“, die gerade für eine investigative Corona-Dokumentation um Unterstützung bitten, 10.000 Euro spenden, damit diese ihr Projekt in die Tat umsetzen können. 

Sie, liebe Leserinnen und Leser, bitte ich, es mir und uns nachzutun: Leisten Sie friedlichen Widerstand gegen die Entrechtung in unserem Land — und unterstützen auch Sie das Crowdfunding für den geplanten Film.

Die Devise lautet: 

Aufklärung jetzt! Schluss mit dem Notstands-Regime!

Mit Dank und herzlichen Grüßen
Ihr 

DER LEISTUNGSAUSWEIS VON JENS SPAHN (deutscher Gesundheitsminister)

Obwohl es praktisch nichts gibt, was Jens Spahn in der aktuellen Corona-Krise richtig gemacht hat, präsentiert sich der Gesundheitsminister als Retter Deutschlands.

von Alexander Unzicker

Man konnte bereits vor der Corona-Krise ahnen, dass der gelernte Bankkaufmann nicht die Idealbesetzung für das Gesundheitsressort war. Anstatt wirkliche Probleme zu lösen wie den Mangel an Pflegekräften oder Krankenhauskeime, kaprizierte er sich auf Steckenpferde wie die Masern-Impfpflicht. Verletzte Eitelkeit kann man vermuten, wenn ein Experte wie Alexander Kekulé, der dies kritisiert hatte, in der Corona-Krise kein Gehör mehr fand und medial durch Christian Drosten ersetzt wurde, der die untätige Regierung stets bauchpinselte.

Denn die größte Krise der Bundesrepublik Deutschland, die in Spahns Fachzuständigkeit fiel, verschlief er komplett. Als Ende Januar die Medizinier besorgt über den Ausbruch waren, verkündete er, die die Angst vor dem Virus sei „gefährlicher als das Virus selbst“. Das Unterbrechen der Webasto-Infektionskette, das mit etwas Glück gelang, verbuchte er als seinen Erfolg, um gleichzeitig die Gefahr weiter zu verharmlosen, im Einklang mit den über Wochen vom Robert-Koch-Institut zu hörenden Beschwichtigungen, die Gefahr für die Bevölkerung sei „sehr gering“ bis „gering“.

Stoff für einen Untersuchungsausschuss

Wie viele Verantwortliche hatte Spahn versäumt, für die Bevorratung von Schutzkleidung und Masken zu sorgen. Einzigartig ist aber sein Versagen, die Warnungen eines Händlers in den Wind geschlagen zu haben, als der Markt im Februar leergekauft wurde. Spätestens Anfang März war klar, dass die Strategie des Kontaktnachverfolgens nicht mehr funktionierte. Spahn hatte offenbar keine Ahnung, wie damit umzugehen war und wirkte zunehmend desorientiert. Er verordnete wirkungslose Kosmetik wie Aussteigekarten aus Flugzeugen, begnügte sich mit der Feststellung, das Virus sei „in Europa angekommen“, und empfahl den Deutschen, nicht mehr nach Nordrhein-Westfalen zu reisen.

Um den 10.3. März wurde offensichtlich, dass sein Missmanagement in eine Katastrophe führen konnte. Schließlich erschien die Bundeskanzlerin auf der Bühne, bescheinigte Spahn noch einen „tollen Job“ gemacht zu haben und übernahm zaghaft das Ruder. Wie es zu bedienen ist, scheinen allerdings hauptsächlich die Ministerpräsidenten bestimmt zu haben, denn nach einer Konferenzschaltung am 12.3. verkündete Merkel erstmals mit angemessenem Ernst eine wirksame Maßnahme, das social distancing.

Legendär dann die Warnung vor den „Fake News“ aus Spahns Ministerium, eine Einschränkung des öffentlichen Lebens sei geplant. Nach dem Totalausfall im Gesundheitsressort hatte möglicherweise Horst Seehofer, früher selbst in dieser Position, Fachleute im Innenministerium mobilisiert, die endlich mit einer sinnvollen Strategie gegen die Pandemie aufwarteten. Spahns Beitrag dazu: Null.

Wider besseres Wissen

Hochgradig kontraproduktiv dagegen ist bis heute sein unsinniges Kleinreden der Wirksamkeit von Masken (Studien dazu hier erwähnt), um sein Versagen bei der Beschaffung zu kaschieren. Einziger Unterstützer ist jener Ministerpräsident, dessen Kandidatur zum CDU-Vorsitz zufälligerweise von Jens Spahn unterstützt wird. „Eine Hand wäscht die andere“ ist offenbar die Hauptstrategie der beiden gegen das Virus.

Ärgerlich ist, dass die Ministerpräsidenten in ihrer Kompromisssuche ausgerechnet die Maskenpflicht noch zurückgestellt haben. Nachdem man Asien ignoriert hatte, wird dies bei der erfolgreichen Maskenpflicht in Österreich, Polen und Tschechien schon schwieriger. Nachdem Jena damit spektakulären Erfolg zu haben scheint, wird es Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern schon zu dumm, obwohl man dies eher von Bayern erwartet hatte.

Spahns Strategie über den Atlantik

Als Deutschland bei der Epidemie mit Maßnahmen, zu denen Spahn weniger als nichts beigetragen hat, erste Erfolge erzielt, taucht nun Spahn in den Medien mit der Aussage auf, die Krise sei „beherrschbar“, so als ob dies irgendetwas aussagen würde, außer dass jemand den Eindruck von Handlungsfähigkeit erwecken will. Um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, gibt Spahn nun im US-Fernsehen Interviews über den erfolgreichen Weg Deutschlands.

Unzweifelhaft haben viele Länder des Westens noch mehr versagt, die Ansteckungen durch social distancing und Masken zu unterbinden, allen voran der martialische Aktionismus Amerikas. Originellerweise erklärt Spahn genau die Strategie, an der er gescheitert ist: das Unterbrechen der Infektionsketten. Und benennt dann Vorteile Deutschlands, zu denen er nichts beigetragen hat. Unerwähnt dagegen bleibt das Hauptverdienst der hiesigen Politik, nämlich einen unfähigen Minister für ein paar Wochen kaltgestellt zu haben.

Zweck der Übung wird ja ohnehin gewesen sein, sich als politisches Talent zu präsentieren, das die transatlantische Freundschaft weiterhin hochhält. Frau von der Leyen wurde nach ähnlichen Erfolgen im Ministeramt ja auch zu Höherem berufen. Im Idealfall kann Spahn ja nach der Gesundheit der Deutschen in Zukunft einmal retten, was ihm wahrscheinlich näher steht: Banken.

Die Depressions-Pandemie Die Verhinderung sozialer Kontakte infolge der Corona-Maßnahmen fügt unzähligen Menschen schweres

Von Rupert Bucher

Die durch die Politik verordnete soziale Isolation ist ein Grundbestandteil depressiver Erkrankungen. Diese Isolation bewusst über Millionen von Menschen zu verhängen, stellt ein beträchtliches gesundheitliches Risiko dar. Die Politik dürfte sich bei solch fundamentalen Entscheidungen nicht allein auf den Rat von Virologen und Epidemiologen beziehen. Die Psychotherapie hat zum Schutz der Menschen ein gewichtiges Wort mitzusprechen.

Die Situation ist so unvergleichlich wie unglaublich! Weltweit scheinen sich in den Schaltzentren der Macht, ob in Peking, Rom, Madrid, Paris, Berlin oder Washington ein und dieselben Abläufe abzuspielen. Das Virus führt zu Entscheidungen, welche die halbe Weltbevölkerung in Quarantäne setzt oder einschneidende Ausgangsbeschränkungen verordnet. Das ist einmalig in der Geschichte der Menschheit.

Der Corona-Pandemie begegnen die Staaten übereinstimmend mit Maßnahmen, die der Rationalität medizinischer Logik geschuldet sind. Daran erkennen wir, dass nicht nur die Wirtschaft globalisiert ist, sondern auch die Wissenschaft mit ihren verbindlichen Standards.

Die Ausbreitung des Virus ist nicht zu stoppen und es muss vom schlimmstmöglichen Fall ausgegangen werden. Dieser führt zum Zusammenbruch des Gesundheitssystems und in der Folge zu vielen Toten. Zu Beginn der Pandemie kursierten Zahlen von bis zu einer Million allein in den USA und 300.000 für das Vereinigte Königreich.

Da es sich um eine neue Variante des Coronavirus handelt, gibt es keinen Schutz des menschlichen Immunsystems und einen Impfstoff in absehbarer Zeit wohl auch nicht. Durch soziale Distanz und Isolierung soll die Infektionswelle verzögert und die medizinische Versorgung vor dem Kollaps gerettet werden. So entsteht die paradoxe Situation, dass durch die Kontrolle des Virus den Menschen gleichzeitig in der erzwungenen Isolation die Kontrolle über das eigene Erleben verloren geht und sehr vielen Verzweifelten die für ihre Existenz notwendige wirtschaftliche beziehungsweise finanzielle Basis wegbricht. Doch damit nicht genug! 

Die Generation der älteren Menschen ist nicht nur lebensbedroht durch das Virus — das Durchschnittsalter der am Virus Gestorbenen liegt bei circa 80 Jahren —, diese Generation ist zugleich durch die Isolation vom Durchbruch des Kriegstraumas bedroht. Die Folgen der Isolation sind verheerend, weil sie in der gesamten Bevölkerung zur Reinszenierung des Kriegstraumas führt, da dieses auch nach mehr als 70 Jahren längst nicht verarbeitet ist. Hamsterkäufe, Schlafstörungen, Angst und Panikzustände sind klare Hinweise darauf und diese betreffen alle Altersstufen.

Die Angst ist menschlich, sie gehört zum Leben. Der Umgang mit existentiellen Bedrohungen wie Krankheit als individuelles oder kollektives Geschehen, Hunger, Krieg und Naturkatastrophen ist in unserem kollektiven Gedächtnis fest verankert. All diese Bedrohungen waren und sind treue Begleiter der Menschheitsgeschichte. Wir sind geschichtliche Wesen! 

Das Trauma des Zweiten Weltkrieges ist in Europa für viele eine lästige, verstaubte Erzählung, die nicht mehr interessiert. Aber wie wir sehen ist dieses Trauma immer noch fest verankert in den europäischen Gesellschaften, Israel nicht zu vergessen. 

Das Angstmonster

Doch die medizinische Logik lässt keinen Zweifel an ihrer Rationalität zu und entspricht dem Verständnis einer unbezweifelbaren Tatsache, einem gegebenen Fakt. Die täglich veröffentlichten Zahlen sind ein Beleg der realen Bedrohung. So scheint es. Irrtum!

Die Annahme des schlimmstmöglichen Falles macht aus dem Fakt ein Angstmonster. Diese Angst sehen wir nicht nur jetzt, an dieser Stelle in der ungehemmten Ausbreitung, sie hat schon lange vom gesamten Gesundheitssystem Besitz ergriffen, einschließlich der behandelten Patienten. Bei jeder medizinischen Untersuchung schwebt sie wie ein Damoklesschwert über dem Patienten. Aber auch die Ärzte sind durch die tägliche Konfrontation mit schwerer Krankheit den Attacken der Angst ausgesetzt und oftmals durch die Delegation dieser an den Patienten erfolgreich in der Abwehr. Hinzu kommen die Ängste, wichtige Hinweise zu übersehen oder Fehler in der Behandlung zu begehen, um nur einige zu nennen. 

Der Mythos der Zahlen, der für Klarheit, Verlässlichkeit und Objektivität der Tatsachen und Fakten steht — keine Theorie ohne den Beleg, den Beweis durch Zahlen — wandelt sich in ein Schauermärchen. Die Schätzungen der Todeszahlen werden immer kleiner und was denn tatsächlich gemessen wird und was diese Zahlen bedeuten, ist freie Interpretation, die als Beweis der Gefahr angeboten wird. 

Und die Menschen? In der erzwungenen Isolation sozialer Distanz verlieren viele die Kontrolle über ihr Erleben. Angst, Trauer, Verzweiflung, Einsamkeit und Wut überschwemmen ihr Erleben im Wechsel mit der unendlichen Leere. Der Verlust der täglichen Abläufe und Aufgaben, der Arbeit und existentiellen Grundlage bildet den Nährboden der Depression. Durch die weltweit verordnete soziale Distanz und Isolierung wird diese zur globalen Pandemie der Depression. 

Der unsichtbare Feind

Das selbstbestimmte Individuum, das sein Leben eigenständig gestaltet und kontrolliert, weiß mit einem unsichtbaren Feind, wie dem überall und nirgendwo verborgenen „Winzling“ Virus nichts anzufangen und verliert durch die Maßnahmen der Politik weltweit den Nährstoff seiner Existenz: die Freiheit. Diese Freiheit der Entscheidung kennzeichnet das selbstbestimmte Individuum, ausgestattet mit der Fähigkeit exklusiver Rationalität. Der Winzling zeigt uns, dass es da noch eine sehr viel wichtigere Basis gibt, die durch ihre Selbstverständlichkeit in diesem Zusammenhang bedeutungslos schien: die Gesundheit durch ein starkes Immunsystem. Ohne dieses bricht alles zusammen.

Das bisherige Menschenbild der Vernunft konnte sich hinsichtlich der Bedrohung durch die Veränderungen des Klimas noch retten mit dem vollmundigen Anspruch, diese bedrohlichen Veränderungen durch allein technische Lösungen zu stoppen, ohne auch nur einen Hauch an der Logik des kapitalistischen Marktes mit der Ausbeutung von Natur und Arbeit verändern zu müssen. Nun wird der Winzling zum Totengräber des aufgeklärten Weltbildes des rationalen Menschen. Durch die Mutation des Coronavirus zum Angst- und Wutvirus hebelt dieses die Welt, wie wir sie bisher kannten, aus.

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