«DIE GLÜCKSSPRITZE»

Obschon kaum Daten vorliegen, sehnen sich viele nach den neuen Impfstoffen. Für mich ein riesiges Experiment, das die Welt resp. die Menschheit so noch nie gesehen hat. Wird Impfen zum letzten Abenteuer des 21. Jahrhunderts?

Von Marco Caimi

Nein, ich bin kein Russland-Fan, obschon eine Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn von Moskau nach Wladiwostock durch die Mongolei noch immer ein Traum von mir ist. Wahrscheinlich wird das nur noch geimpft möglich sein… Und schon wären wir, fernab von unseren YouTube-Freunden, mitten im Thema, das uns, zumindest mir, phasenweise den Schlaf raubt. Es ist schon erstaunlich, mit welch unterschiedlichen Ellen Ost-West auch bei diesem heiklen Thema gemessen wird. Aber der Reihe nach:

5. Dezember 2020: Die Kritik westlicher Medien an dem russischen Impfstoff ist dabei entlarvend (Neusprech: Die Maske vom Gesicht reissend!) Als in Moskau an diesem Datum die Impfungen gegen Corona begonnen haben, hat der SPIEGEL darüber unter der Überschrift „Moskau und der Corona-Impfstoff – Russisch Roulette“ berichtet und auf all die Risiken hingewiesen, die es gibt, wenn man einen Impfstoff übereilt (!) zulässt.

8. Dezember 2020: Großbritannien hat die Massenimpfungen mit dem mRNA-Impfstoff von Biontech/Pfizer begonnen und da hiess die Überschrift im gleichen Magazin plötzlich „Die Lage am Morgen – Ab heute wird Hoffnung geimpft“.

Es ist schon genug besorgniserregend, dass „Qualitätsmedien“ wie der SPIEGEL hemmungslos Werbung für den Impfstoff von Biontech/Pfizer (auch für andere «Glücklichmacher») machen, der auch in Großbritannien zum Einsatz kommt. Das Verfahren, das bei der Impfung genutzt wird, die mRNA-Impfung, ist noch nie für den Einsatz beim Menschen zugelassenworden, nun aber wird ausgerechnet dieses Verfahren gleich von mehreren Pharmaunternehmen im Eiltempo durchgedrückt und die Medien begleiten diesen großangelegten Menschenversuch mit unterstützender Propaganda.

Ich bin, hinlänglich bekannt, kein Impfgegner, ich bin lediglich sehr misstrauisch, wenn es um schlecht erprobte Verfahren geht und ich bin sehr skeptisch, wenn Impfstoffen besonders viele Adjuvantien, also Wirkungsverstärker, beigemischt werden. Die können zu Autoimmunerkrankungen führen und die Geschichte zeigt: Als es vor knapp Jahren (2009/2010) schon mal um eine mögliche Massenimpfung – damals gegen die Schweinegrippe – ging, da gab es einen Impfstoff mit vielen Adjuvantien für das gemeine Volk und einen weiteren Impfstoff ohne Adjuvantien für die politischen Eliten. Klar, warum sie keine Adjuvantien gespritzt bekommen wollten…Dafür wurde noch Tamiflu in grossen Mengen geordet. Die Player waren die Gleichen, auf den gleichen Seiten: WHO/Drosten versus Wodarg/Bhakti…

Schnee von gestern. Heute braucht es Lipidnanopartikel. Erfahrungen damit: Minimal.

Und wie ist die Impfhistorie in Sachen mRNA-Impfstoffe? Äusserst bescheiden. 2013/2014 wurden ca. 10 solcher Impfstoffe für Phase-Versuche angemeldet. Abgeschlossen mit je weniger als 100 Probanden wurden 2, beide von der Firma CureVac. Weiter geführt wurden sie nicht. Das ist eine sehr dünne Impf-Sicherheitshistorie, von der die MSM (Mainstream-Medien) nie sprechen.

Wenn man also meint, sich gegen Corona impfen lassen zu müssen, dann sollte vielleicht aus Sicherheitsgründen ein Impfstoff angewendet werden, der zumindest auf einem erprobten Verfahren aufbaut, was zum Beispiel für Vektorimpfstoffe gilt. Im Westen nutzt Astra-Zeneca das Verfahren, allerdings hat deren Impfstoff nach Angaben des Herstellers nur eine Wirksamkeit von 70 Prozent. Die ist aber weitaus besser als die Influenza-Impfungswirksamkeit. Die liegt, je nach Jahr, bei 10-60%. Hinzu kommt, dass er ein Schimpansen-Adenovirus als Vektor nutzt. Tönt auch speziell…na ja, Impfen ist nicht ganz ohne, vielleicht das letzte Abenteuer des 21. Jahrhunderts? Der Impfstoff von Astra Zeneca ist der sogenannte «Oxford-Impfstoff», der aber nicht von der Uni entwickelt wurde, sondern von einem Spin-Off, einer kleinen Firma Namens Vaccitech.

Was ist nun aber mit dem russischen Impfstoff Sputnik V (Impfstoff, kein Raumschiff)? Sputnik V ist ebenfalls ein Vektorimpfstoff, der allerdings auf Menschenviren basiert und eine Wirksamkeit von über 90 Prozent gezeigt hat (die Studien dürften so «seriös» und peer-reviewed sein wie bei uns im Westen. Und Vektorimpfstoffe sind nebenbei gesagt auch noch viel billiger, als mRNA-Impfstoffe. Die westlichen Medien sind aber nicht begeistert von diesem Konkurrenzprodukt, weil die westliche Pharmaindustrie daran nichts verdient. Es geht offensichtlich nicht um eine günstige und gute Impfung, sondern um ein Geldgeschenk an die westliche Pharmaindustrie.

Ah ja, da waren ja noch die Endverbraucher, die Menschen. Wird schon irgendwie schiefgehen. Die SWISS MEDIC ist noch standhaft skeptisch. Es bleibt spannend.

PS: Besten Dank auch an Thomas Röper für seine Recherchen.