Kaum haben wir das mit der Emanzipation der beiden Geschlechter einigermassen auf die Reihe gebracht – mit Nachbesserungspotential – bekommen wir Besuch von weiteren Geschlechtern, die sogar wie unsere Beisserchen schmerzen können.

Dr. med. Marco Caimi

Es gibt Kriseninterventionszentren, Notfallstationen, Tageskliniken, Corona-Testzentren, bald wohl auch Impfzentren und neueren Datums auch einen Schwerpunkt für Geschlechtervarianz. Nicht irgendwo, sondern am Unispital Basel. Dort werden Patienten beim «Geschlechtsübergang begleitet». Aufgebaut und betreut wird dieser intergeschlechtliche Stützpunkt vom Psychiater David Garcia Nuñez, auch Zürcher Gemeinderat von der stark linksauslegenden Alternativen Liste. Er kümmert sich um Transmenschen, Nichtbinäre, Pangender, Geschlechtsfluide (Facebook lässt einem die Wahl von über sechzig Geschlechtsidentitäten!). Wie gross der Anteil der Biologie am Geschlecht ist, weiss er nicht, der Psychiater. 

Erwachsene, Volljährige sollen und dürfen selbstbestimmt sein, keine Frage. Ganz anders sieht die Sache bei Kindern aus. Psychiater Nuñez scheint aber die Kleinen richtiggehend zu motivieren, sich Gedanken über ihr Geschlecht zu machen. Zitat von ihm: «Die jungen Menschen wissen heute, dass es für sie nicht nur die Kategorien Rosa oder Hellblau gibt, sondern, dass sie Alternativen haben. Wenn sie sich die Frage nach ihrer Geschlechtsidentität heute vermehrt stellen, sehe ich das als Vorteil.» (Zitatende). Welchen Vorteil genau, Herr Kollege?

LGBT-Aktivisten ermutigen gerade auch junge Menschen oder sogar Kinder, Transsein mutig auszuprobieren. Auf die Frage, ob das, entwicklungspsychologisch gesehen, nicht Verführung unmündiger kleiner oder junger Menschen ist, meint Nuñez (Zitat): »Ab dem vierten Lebensjahr ist die Geschlechtsidentität im Prinzip fixiert, man sucht sie sich nicht nach Belieben aus.»(Zitatende). Vielleicht wird sie einem aber nach (Un)Belieben aufoktruiert? 

Schmerzen

Wie Zahnweh fühle sich das für Menschen an, die unter »Geschlechterschmerz» leiden. Eine Geschlechterspannung würden sie fühlen, eine Geschlechtsdysphorie, so der «Fachbegriff».

Ganz schlimm sei für ein 13jähriges Transmädchen (also eigentl. Junge, der lieber Mädchen sein möchte) der Stimmbruch, ebenso für den 13 jährigen Transjungen die beginnende Menstruation. Dann müsse man «den körperlichen Prozess stoppen bis zum Alter von etwa sechszehn Jahren». Erst dann würden Transjugendliche so behandelt, dass ihr Körper männlich beziehungsweise weiblich wird, sofern sie das nach «dem Stoppen des körperlichen Prozesses» noch wollen…

Nicht umkehrbare Schäden

Gemäss Abigail Shrier, Autorin des Buches “Irreversible Damage:The Transgender Craze Seducing our daughters” seien besonders Mädchen einem Transgender-Trend unterworfen. Sie spricht von «Transgender-Wahnsinn». Ein «Netzwerk» von Psychologen, Pädagogen und Ärzten dränge früh Jugendliche dazu, Transgender als ganz normale Lebensoption zu erwägen und sogar zu initialisieren – mit oft irreversiblen Schäden oder gar Verkrüppelungen: Hormonkuren in heranwachsenden Menschen, Mastektomien (Brustentfernungen), Unfruchtbarkeit und psychischen Störungen. Wer kritische Fragen stelle, würde totgeschwiegen oder an den Pranger gestellt. Shrier spricht von «verwirrender Indoktrination» durch sogenannte «Trance-Influencer», die bei zunehmend in Isolation abdriftende junge Menschen als deren letzte Anker offene Türen einrennen würden. 

Charles M.Blow, New York Times-Kolumnist, spricht von Gewalt, wenn man Kinder zu früh einem Geschlecht zuordnen würde. Man kenne bei der geburt ja nur ihre Anatomie. Sein O-Twitter-Eintrag vom 22.11.20: Stop doing gender reveals. They’re not cute; they’re violent. All we know before a child is born is their anatomy. They will reveal their gender. It may match your expectations of that anatomy, and it may not. If you love the child you will be patience, attentive and open.”

Der designierte neue US-Präsident «Sleepy and Touchy» Joe Biden ist der Meinung, dass Kinder mit 8 Jahren rechtlich über ihr Geschlecht entscheiden sollen.

Komische Gedanken

machen sich in meinem Kopf breit. Trans…, Transhumanismus? So viele Kinder wie die Schweiz Einwohner hat, dürften dieses Jahr auf Grund der Unverhältnismässigkeit der Corona-Massnahmen ausgehend von der industrialisierten Welt an Hunger sterben, wohl kaum gepeinigt vom Geschlechterschmerz.

Ich habe Mühe mit der offenbar wohlstandsverwahrlosten Verhältnismässigkeit, wahrscheinlich bin ich zu konservativ und muss zum TP mutieren, zum Transprogressiven.

Immerhin finde ich Trost bei der Kolumne von der Video-Bloggerin Tamara Wernli in der Weltwoche (49/2020):

Konservative hätten mehr und glücklicheren Sex als Progressive. Ich bleibe etwas konservativ und warte noch zu mit meiner politischen Hormonkur…