Wie man uns die totale Bürgerkontrolle im Namen unserer Sicherheit verkauft

Von Dr. med. Marco Caimi

Tom Tugendhat ist Mitglied des Parlaments des Vereinigten Königreichs von Grossbritannien. Er ist ein Spitzenpolitiker der Konservativen. Hört man ihm zu, denkt man an eine Kreatur zwischen Mr. Hyde und Dr. Mengele. Dr. Jekyll würde diesen Ansprüchen nicht mehr genügen. Tugendhat spricht laut aus, was viele überlegen: Wer sich einer COVID-19-Impfung verweigere, müsse vom sozialen Leben ausgeschlossen werden – keine Reisen, keine Grenzen mehr überqueren, keine Kultur, keine Restaurantbesuche. 

Er ist nicht alleine

In vielen kranken Köpfen, u.a. auch in dem von Nationalrätin Ruth Humbel, wie unser umsichtiger Basler Regierungsrat Lukas Engelberger Mitglied, wenn auch ohne, der Christlichen Volkspartei CVP, die sich offenbar nicht nur der BPD, sondern auch dem Anti-Christen annähert, geistern ähnlich menschenfreundliche Gedanken herum. Man muss nun wahrlich kein Verschwörungstheoretiker sein, um zu befürchten, dass jedem Erdbewohner ein Microchip eingepflanzt werden soll, zuerst für den Immunitätsnachweis, dann für den Identitätsnachweis und wenn wir schon gerade daran sind: Nehmen wir den Chip auch als Zahlungsmittel, die Kontodaten haben locker drauf Platz und dann brauchen wir dieses hochinfektiöse Bargeld nicht mehr. Ebenso findet auch unsere Krankenakte bestimmt noch ein diskretes Plätzli drauf – mit direkter Info-App zur Krankenkasse – powered bei Salathé. Bargeldloses Zahlen und Krankenakte auf dem gleichen Chip, da sieht man, wenn der Herr Rüdisühli um 23.15 Uhr in einer Bar (wenn es denn noch welche geben sollte) noch einen Absacker getrunken hat. Einmal okay, aber regelmässig? Da muss die Krankenkasse reagieren, am besten mit einem Ampelsystem, das ist ja jetzt gerade in. Und s’Ruthli Humbel, die alte Kassenlobbyistin, was wird die für Luftsprünge machen vor Freude, juhui! Wer denkt, was schreibt der für einen Schmarren – technisch bereits jetzt problemlos machbar! Beispiel gefällig: Die Universität des Saarlandes will probeweise 3000 Schülern einen Chip einpflanzen, der den Standort des Betroffenen auf fünfzehn (15!) Zentimetern genau bestimmen kann. Da sind die bulgarischen, italienischen und französischen Drohnen, die die Abstandsregeln überwachen, direkt pille palle. 

Und alles für unsere Sicherheit: Wenn da nur nicht dieser mühsame Datenschutz wäre und diese kritischen Querdenker, diese Corona-Leugner-Nazis. Gut, andererseits, denen sollte man ja eh kein Bett mehr geben, falls sie behandlungsbedürftig würden, zum Beispiel nachdem man sie verprügelt und mit Wasserwerfern abgeschossen hat wie am 18. November in Berlin. Meint Willy Oggier, der Gesundheitsökonom und Zeuge Coronas. Bei dem sollte man dringend testen – den IQ. Es ist zu befürchten, dass dieser mit seiner Körpertemperatur kongruent ist. Aber, ich meine ja nur, ob der wohl was mit der Humbel hat? Vielleicht turnen die beiden solche totalitären Gedanken an, so eine Art gesundheitlicher Dirty Talk – wie geil! Bestimmt leben sie schon im gleichen Haushalt, denn Sie wissen schon, was der österreichische Kanzler Sebastian geistig zu-Kurz-geraten, gesagt hat: «Treffen Sie niemanden, jeder Kontakt könnte einer zu viel sein.» Auch geschützt, ich meine nicht Gummi, aber im Minimum ä Mäskeli drum…! Aber Dirty Talk ginge auch über Skype, Zoom oder Teams.

Quo vadis Grundrechte?

Die Grundrechte erodieren massiv. Selbst die Unverletzlichkeit der eigenen Wohnung ist aufgehoben durch deutsche Ermächtigungsgesetze, durchgepeitscht in einem Tag durch alle Instanzen: Bundestag, Bundesrat, Unterschrift des Bundespräsidenten, Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt – alles geschah an einem einzigen Nachmittag, Mittwoch, dem 18. November 1933 ähhhh… 2020 natürlich. Um ein Haar hätte ich Hindenburg mit der Reichskanzlerin Merkel verwechselt, das war ja der 28. Februar 1933, als Reichspräsident Otto von Hindenburg die Vorlage für das, wie hiess dieses Gesetz schon wieder, ah ja, Ermächtigungsgesetz, was für ein Zufall aber auch! Nur so nebenbei, ich meine ja nur, einen Monat später errichteten die Nationalsozialisten auf dessen Grundlage ihre Diktatur. Und noch eine, aber wirklich nur kitzekleine Ähnlichkeit: Reichsmutti Merkel, ehemalige FDJ-Sekretärin für Agitation und Propaganda, also das war noch «driben» (drüben), Uckermark und so, lange her, schwamm drüber, gell, aber ich bitte doch…, wobei Propaganda, das hat sie gar nicht verlernt nach der Kletterpartie über die Mauer, aber was wollte ich sagen: Ah ja, in Muttis neuem Infektionsschutzgesetz finden sich die Vokabeln Ermächtigung und ermächtigen mehr als ein Dutzend mal. Also ich weiss nicht, wie es Ihnen geht, aber mir tut die Justitia, die Göttin des Rechts, so richtig leid: Ihr wurde das Schwert aus der Hand geschlagen – am gleichen Nachmittag.

Die Hoffnung… Sie wissen schon

Kritik und Widerstand regen sich inzwischen weltweit. Die US-amerikanische Denkfabrik Brookings sieht den Staat zum «unglaublichen Hulk» mutiert. Rupert Scholz, deutscher Verfassungsrechtler, klagt an, dass Deutschland von einer «nicht legitimierten Instanz» regiert wird. Er bezieht sich dabei auf die Ministerschalte (manchmal auch eine Schelte mit der Hilfe von König Söder I. des Unfreistaat Bayerns und seinem Adlaten, Lauterbach, dem Herrn der Fliegen) von Mutti mit ihren Ministerpräsidenten der Bundesländer.

Paul Nolte, Historiker, ist darob erzürnt, dass «ein Bedrohungsnarrativ» erzeugt wird, mit dem sich Eingriffe in die Bürgerrechte rechtfertigen liessen. Dies bewirke einen «irritierenden Konformisus» in der Bevölkerung mit den Ausläufern Denunziatentum und Blockwartmentalität.

Eine Erklärung dafür kommt von der amerikansichen Verfassungsrechtlerin Sonsoles Arias Guedon:

«Panik ist das beste Anästhetikum.» Sind Sie auch schon anästhesiert oder denken Sie noch?