Monat: August 2018

Vergessene Altersguthaben: Wie Milliarden im Papierkrieg vergessen gehen

28. August 2018 / von Stefan Meier – Inhaber & Gründer von Stefan Meier Beratungen / Thema «Altersvorsorge»

«Wer den Rappen nicht ehrt, ist des Frankens nicht wert!»

Dennoch existieren aktuell weit über 800.000 vergessene Konten bei der «Stiftung Auffangeinrichtung BVG».
Unglaublich aber wahr: Schweizerinnen und Schweizer haben aktuell rund vier Milliarden Franken vergessen. Und niemanden interessierts.

«Wie können 4.000.000.000 Franken vergessen gehen?»

Bei jedem Stellenwechsel müssen Sie von sich aus die alte Pensionskasse darüber informieren, wohin sie das angesparte Kapital überweisen muss. Vergessen Sie dies, beginnen Sie bei der neuen Pensionskasse wieder bei 0 und das bisher angesparte Kapital wandert in eine Auffangeinrichtung. Übrigens: Auch bei Scheidungen ist es möglich, dass die Übertragung vergessen geht.

«Ich werde sicherlich darüber informiert…»

Das stimmt leider nicht. Sie erhalten bei einem Stellenwechsel ein Formular der ehemaligen Pensionskasse zugestellt. Vergessen Sie dieses Formular aber ausgefüllt zu retournieren, wird Ihr Kapital kommentarlos an die Stiftung Auffangeinrichtung BVG überwiesen. Dort bleibt es, bis Sie sich von sich aus bei der Stiftung melden.

«Wieso werde ich nicht informiert?»

Für mich ist die Antwort klar: Die Stiftung arbeitet zusätzlich mit dem vergessenen Geld und hat im letzten Jahr (2017) einen Ertragsüberschuss von CHF 442’668’454 Franken (444.2 Mio.) erwirtschaftet.*
Die vergessenen Gelder sind bei der Gewinnrechnung also fix eingeplant.
(*Quelle: Jahresbericht Stiftung Auffangeinrichtung BVG 2017, Seite 15 v. 81 – Ergebnis und Ergebnisquellen)

«Habe ich auch Geld vergessen?»

Sehr wahrscheinlich! Gemäss der Stiftung wird bei über 40 Prozent der Gesuche ein vergessenes Guthaben gefunden. Die Guthaben reichen von wenigen hundert Franken bis in Ausnahmefällen zu mehreren hundert-tausend Franken.

«Wie finde ich heraus, ob ich Geld vergessen habe?»

Gerne prüfen wir für Sie, wann, wo und vor allem wie viel Geld seit Ihrer ersten Tätigkeit vergessen haben. Dafür benötigen wir lediglich Name, Adresse, Geburtsdatum und AHV-Nummer.

«Was kostet diese Dienstleistung?»

Diese Dienstleistung ist kostenlos. Das gibt’s noch, auch in der aktuellen Zeit.

Lassen Sie heute prüfen, ob auch Sie wertvolles Altersguthaben vergessen haben.

Kontakt


Stefan Meier, Inhaber & Gründer
Stefan Meier Beratungen
Birmannsgasse 12
4055 Basel
+41 79 712 74 93
info@stefanmeier-beratungen.ch

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Das Ferienende (TEIL II)

„Finde die Arbeit, die dich beseelt und du wirst dich nicht dauernd anstrengen müssen.“
Konfuzius (Chin. Philosoph, 551-479 v. Chr.)

Wo waren wir stehen geblieben? Ja, genau, Arbeitszeit ist Lebenszeit.
In einer der wichtigsten geistig-spirituellen Blütezeiten der Menschheit, in der die drei grossen Philosophen und Lehrer Asiens lebten, Laotse, Buddha und Konfuzius, wurden Gedanken formuliert, die heute noch ihre Gültigkeit haben. Bereits vor 2500 Jahren hatte Konfuzius die Einsicht, dass die Lebensaufgabe einer der wichtigsten Garanten für Glück und innere Zufriedenheit im Leben eines jeden Menschen ist. Im heutigen primären Streben nach Statussymbolen innerhalb von Hektik, Stress und Lärm sind sie allerdings untergegangen. (Nirgends ist dieses Phänomen besser ersichtlich als auf unseren Strassen….).
Wie sieht’s bei uns aus? Wenn wir inneren Frieden und Zufriedenheit finden wollen, könnten folgende Fragen an sich selbst hilfreich sein:

Was ist meine Lebensaufgabe?
Habe ich eine Berufung?
Wofür kann ich mich begeistern?

Was will ich unbedingt mal (noch) tun?

Selbst die alten Griechen (also die noch ohne Finanzprobleme…) stellten sich die Frage nach dem Sinn des Lebens. Delphi galt zu dieser Zeit als Mittelpunkt der Welt. Über dem Eingang des Tempels stand zu lesen: „Erkenne dich selbst!“
Kucken wir uns mal das Wort Beruf an. Berufung ist ja nun wirklich nicht weit davon entfernt. Die nächsten Fragen:

Was sind meine Talente?
Was sind meine Gaben und Stärken?

Manchmal lohnt es sich sogar in die Kindheit zurück zu blicken. Die Begabungen, die damals an die Oberfläche kamen, sind oft die wahren Talente, leider später oft zugeschüttet aus diversesten Gründen.

Erinnern Sie sich mal an Momente voller Tatendrang und Begeisterung. Dann kann neue Inspiration entstehen. Das Wort leitet sich von „in“ und „spirare“ ab: Hineinhauchen, mit Geist erfüllen. Was inspiriert Sie überhaupt noch? Bei Ihrer jetzigen Tätigkeit? Autsch, sorry, schwierige Frage. Da kommt mir sofort der häufige Ausspruch in den Sinn: „Ich kann doch nicht nur arbeiten!“ Hmm…

Bob Dylan hat mal gesagt: “Ein Mensch ist erfolgreich, wenn er zwischen Aufstehen und Schlafen gehen das tut, was er gut kann und ihm gefällt.“

Pablo Picasso schuf viele seiner wichtigen Werke nach seinem 60. Lebensjahr, einem Alter, in dem sich viele nur noch mit 1.,2. und 3. Säulen beschäftigen, leider nicht die Säulen der Tempel ihrer Lebenssehnsüchte…

Wie kommt man aber zu Erkenntnissen? Zu Beantwortung von z.B. obenstehenden Fragen? Man muss dazu nicht gleich nach Goa auswandern und nur noch meditieren. Auch der Feuer- oder Scherbenlauf wird nur einen kurzfristigen Kick bringen, aber keine tiefgehende Reflexion. Psychodelische Pilze vielleicht, erst recht konsumiert auf der „Dunkeln Seite des Mondes“ (Martin Suter)? Da besteht immer die Gefahr einer Intoxikation.

Gönnen Sie sich genügend Zeit mit sich selbst. Regelmässig. Auf einer schönen Bank sitzend. Am Waldrand joggend. Nicht nur der Blick schweift dann, auch der Geist. Allein. Jawohl: allein. Halten wir das überhaupt noch aus?

Die deutsche Sprache ist sehr präzise: All-ein-sein. Die drei Worte haben viel Kraft. In der Stille, mit Ihnen „All-ein-sein“, das sind die Momente, in denen Sie Dingen auf den Grund gehen, Ihre innere Stimme hören können. Es lohnt sich. Gerade nach den Ferien.
Noch besser, wenn Sie über diese innere Stimme sprechen können, mit einem Freund, einem Coach oder warum nicht bei uns? Vielleicht die schönste ärztliche Aufgabe, jemandem zu helfen, zu neuen Ufern aufzubrechen…

Mit meinem Freund und ehemaligen Geschäftspartner bei ÄQUILIBRIS TRAINING, Patrik Meier, sassen wir in einer Schreibpause zum Buch „Löwen tragen keine Uhren“ in einem Restaurant an der Waterfront in Kapstadt. Alle Bediensteten trugen schwarze T-Shirts mit orangen Buchstaben. Die formten sich zu den Worten:
„Work is love made visible.“ (Arbeit ist sichtbar gemachte Liebe.) Die Bedienung war entsprechend, das Essen hervorragend. Noch motivierter kehrten wir danach nach Stellenbosch zum Schreiben zurück.

Schön wäre es, wenn wir an dem Tag, an dem wir die Bühne des Lebens verlassen werden, auch so empfinden wir der französische Schriftsteller Jules Renard, der sagte: 
„Wenn ich mein Leben noch einmal von vorn beginnen könnte, würde ich es mir genauso wünschen, wie es war, nur würde ich die Augen etwas weiter aufmachen.“

@ Marco Caimi; maennerpraxis.ch

Empfohlene weiterführende Literatur:
„Das Café am Rande der Welt“; John Strelecky; dtv
„Der Mönch, der seinen Ferrari verkaufte“; Robin S. Sharma; Knaur

DAS FERIENENDE

Ferien (Teil I)

„Nirgends strapaziert sich der Mensch so sehr, wie bei der Jagd nach Erholung.“
Laurence Stern (1713-68), Pfarrer, Domherr und Schriftsteller

Ferien– für viele ein grosses Ziel, vor allem die Sommerferien.
Ferien– etwas Wunderbares, ein „Tapetenwechsel“ mit dem entsprechenden geopsychischen Effekt.
Ferien– anderes Klima, andere Menschen, anderes Licht, andere Geräusche, andere Speisen.
Ferien– Strände, Wasser, Berge, Panoramas.

Ferien können aber auch zur Belastung werden, zum Familienstress, zur partnerschaftlichen Zerreissprobe ausufern: Nie werden in Deutschland so viele Scheidungsbegehren eingereicht wie nach den Sommerferien.

Ferien bedeutet aber irgendwann mal auch: Ferienende. Rückreise. Die Post. Die Mails (für diejenigen, die sie in den Ferien nicht abrufen.) Wie sehen die Pflanzen aus, der Garten? Die Wohnung, vor allem wenn Teenies alleine zu Hause waren…? Und, fast vergessen, da wäre ja noch der Arbeitsbeginn. Kann es sein, dass er das Schlimmste an der Rückkehr ist? Einige werden jetzt still und leise nicken. Meine Zielgruppe für diesen Blog.

In der Tat ist die Arbeit für viele Menschen nur noch zu einem notwendigen Übel verkümmert. Wann ist Feierabend, wann ist Wochenende, oder sogar: Wie lange „muss ich noch“ bis zur Pensionierung? gehören zu den am häufigsten gestellten Fragen.
Radiomoderatoren zelebrieren den Feierabend- und vor allem Wochenendkult, als gäbe es nach dem nächsten Weekend keinen Montag mehr. Am Mittwoch werden Bergfeste gefeiert: „Mehr als die Hälfte geschafft!“ Und das Interessante daran: Es ist ein wahrscheinlich weltweites Phänomen, ob SRF 3, SWR 1, Ö3 oder 94.5 aus Kapstadt. Dieser Sender schoss schon mal den Vogel ab: Ich fahre vom Cape Town Airport auf der N2 Richtung Stellenbosch, vorbei am Township Khayelithsa (1,5 Mio leben in diesem Township, vielen hätten gerne irgendeinen Job…), es ist Montag (!) Mittag, als der Moderator, Koebus, hinaus posaunt: „It is twelve o’clock, folks, half Monday is done, the weekend is near!“

Für viele ist die Arbeitswoche nur noch eine Unterbrechung zwischen zwei Wochenenden. Aber zum Glück gibt es noch Ostern, Auffahrt, Pfingsten, 1. Mai, und den 1. August. Wie bitter, wenn einer dieser Tage auf ein Wochenende fällt. Wie kann man nur so rücksichtslos den Kalender planen? Die Deutschen haben den Tag der Einheit und ganz viele Heilige, die an ihrem Tag auf frei bestanden haben.

Die mediale Beeinflussung ist mittlerweile so gross, dass viele nicht merken, dass sie beinahe einen Drittel ihres Lebens vor dem Fernseher oder anderen Bildschirmen verbringen. Vielleicht haben die alle auch einen Lebenstraum, ihr real gelebter heisst aber Ablenkung.

Andere sind zukunftsorientiert: „Wenn ich dann nicht mehr arbeiten muss (als Rentner zum Beispiel) mache ich…“ Mein Vater funktionierte so: Mit 65 wollte er sein kleines Heizölgeschäft aufgeben, genug der Abhängigkeit vom Spottmarkt und das Feilschen mit Eigenheimbesitzer um 3 Rappen/Liter. Er tat es mit 65 ½, am dritten Tag seiner ersten Ferien als Rentner besuchte er das Kloster Einsiedeln, danach fühlte er sich in Engelberg in der Ferienwohnung nicht wohl, Stunden später war er tot, verblutet auf dem OP-Tisch des  Kantonspital Luzern. Ich, in den frühen Morgenstunden herbeigeeilt nach einem Anruf einer Assistenzärztin, durfte die lebenserhaltenden Maschinen abstellen, weil ich in den Augen des medizinischen Staffs Arzt und nicht in erster Linie meines Vaters Sohn war…

Diesen Moment, der auch nach mittlerweile 22 Jahren nicht einfach vorbei ist, hat mich geprägt und es reifte in mir der Entschluss, Dinge, die mich interessieren, die Spass machen, nicht erst nach der Berentung, sondern laufend zu tun: Schräge Vorträge und Seminare zu halten, eine Romantrilogie zu schreiben, Kabarett spielen, mit meinen erwachsenen Kindern (Sohn und Tochter) nächsten Monat für ein paar Tage nach Düsseldorf fahren, um uns am längsten Tresen der Welt das bisherige Leben nochmals zu erzählen. Bisher hat das alles ganz gut geklappt (und in Düsseldorf herrscht nicht tote Hose, auch wenn die gleichnamige Band von dort stammt. Und die Fortuna ist wieder erstklassig, im Gegensatz zu Köln – hihihi….)

So, so viel zum ersten After-Ferien-Teil. Im zweiten werde ich Euch ein paar Nachdenkfragen stellen. Nicht vergessen: Arbeitszeit ist auch Lebenszeit. Die kommt nicht wieder.

Stay tuned!

@ Marco Caimi, maennerpraxis.ch

Willkommen bei der Männerpraxis

Schön, dass Sie auf meine Homepage Männerpraxis und Caimi Health Consulting AG gestossen sind. Wir arbeiten in den Bereichen:

  • Männermedizin
  • Einzel – und Paarcoachings
  • Workshops
  • Paartherapie
  • Sexualtherapie
  • Erotikschulung
  • Stress- und Burnout-Prophylaxe
  • Resilienztraining
  • Spezial-Diagnostik (Hormone, Leistungsparameter u.a.m.)
  • Sinnfindung und Standortbestimmung
  • Outplacements und Begleitung in Start-ups/Firmengründungen

Abgesehen von unserer Tätigkeit und unseren Angeboten äussern wir uns zu Gesundheit, Gefühlen und Gesellschaft, denn diese drei G’s hängen sehr eng miteinander zusammen.

Wir freuen uns auf Sie

Dr. med. Marco Caimi

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